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Mittwoch, 11.12.2019

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Absteiger vorm WM-Duell

Titelaspirantinnen kamen beim Weltcup-Finale im Kunstradfahren an ihre Grenzen. - 02.12.2019 15:59 Uhr

Das ist ein Kraftakt der sehr besonderen Art: Die Ausgangsposition zum Schweizer Sattellenkerhandstand aus der Seitvorhebehalte. Ab da müssen die Beine stets gestreckt zwischen den Schultern durchgezogen und zum Handstand aufgerichtet werden. Die vorgeschrieben Wegstrecke zählt erst, wenn die Endposition erreicht ist. © Foto: Wilfried Schwarz


Mit der Nationalmannschaft fährt Slupina am Mittwoch nach Basel, um dort am Samstag bei den 1er Frauen um das "Regenbogentrikot" zu fahren: "Ich freue mich auf die WM und möchte auf der Fläche zeigen, was ich kann."

So selbstverständlich sind ständige Höchstleistungen nicht, wie das Weltcup-Finale in Erlenbach gezeigt hat. Da erwischte es zunächst Europameisterin Viola Brand, die im Nachmittagsprogramm den Tagessieg herausfuhr, obwohl sie mit einem Absteiger und dem Abbruch der letzten beiden Übungen ordentlich Punkte abgezogen bekam.

Auch für Slupina, die mit einer deutlichen Führung in der Gesamtwertung eigentlich unbelastet ins Finale am Abend ging, lief es nicht reibungslos ab. Zunächst gelang ihr ganz gut die Integration einer Extrem-Figur: "In der vergangenen Woche hatte ich im Training nochmal intensiv an meinem Schweizer Sattellenkerhandstand gearbeitet, damit ich die Anforderung der gestreckten Beine beim Hochdrücken sicher erfüllen kann. Dieses Training hat sich auf jeden Fall ausbezahlt. Die ersten Übungen meines Programms konnte ich mit nur geringen Abzügen zeigen, war aber etwas langsamer als normalerweise. Der Schweizer Sattellenkerhandstand gelang mir anschließend nicht nur abzugsfrei, sondern ich konnte auch wieder Zeit aufholen, sodass ich bei gut zwei Minuten wieder genau im Plan lag. Der Mittelteil meines Programms war solide und so lag ich bei 4:20 Minuten noch bei 192 Punkten."

Doch dieser Kraftakt ging auch an die Substanz, Milena Slupina war disbezüglich vorgewarnt: "Beim Einfahren hatte ich schon gemerkt, dass meine Beine an diesem Tag nicht in bester Verfassung waren, und damit kämpfte ich dann auch bei meiner Kür. Beim Hineinfahren in die Kehrlenkersitzsteiger-Drehung streikten meine Beine komplett und ich landete auf dem Boden. In den verbleibenden 25 Sekunden konnte ich noch sechs Übungen zeigen, für die letzte Übung reichte die Zeit leider nicht mehr und so verlor ich wichtige Punkte."

sgr

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