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AfD-Politiker Mang: Weiter mit Querdenkern

Ferdinand Mang zieht seine eigenen Schlüsse aus dem Bundesparteitag der AfD - 01.12.2020 06:00 Uhr

Ferdinand Mang freut sich, dass die AfD erstmals ein sozialpolitisches Konzept auf den Weg gebracht hat.

30.11.2020 © Foto: Elke Bodendörfer


Wie in unserem Hauptblatt berichtet, fand am Wochenende in Kalkar der Bundesparteitag der Alternative für Deutschland (AfD) statt. Mit der Wutrede von Parteichef Jörg Meuthen und dem AfD-Landtagsabgeordneten Ferdinand Mang aus Allersberg als Delegierten.

Meuthen forderte in seiner Rede unter anderem, sich von den so genannten Querdenkern zu distanzieren und auch nicht mehr von "Ermächtigungsgesetz" zu sprechen. Ansonsten werde das Schiff AfD sehr bald in schwere See geraten. Es folgten Buhrufe und am Sonntag eine heftige Diskussion zu diesem Thema.


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Trotz Meuthens Warnung will Mang "weiterhin zu Demos" von Querdenkern gehen, denn diese seien angesichts der aktuellen Situation "mutige Menschen, die sich Sorgen machen". Es sei "wichtig, mit Leuten im Gespräch zu bleiben", so Mang, der auch regelmäßig an den Demos von Corona-Kritikern in Hilpoltstein teilnahm. Auch bei Demos in Nürnberg werde er wieder dabei sein, betonte er.

Mit oder ohne Mund-Nasen-Maske? "Natürlich mit Maske, denn wir sind eine rechtsstaatliche Partei und bekämpfen den Staat nicht", meinte Mang, und kritisierte im selben Atemzug das Fehlen einer öffentlichen Diskussion zum medizinischen Nutzen von Mund-Nasen-Masken. "Man schweigt dieses Thema einfach tot", erklärte er.

Der Bundesparteitag sei allerdings mehr gewesen als nur die bei der AfD umstrittene Rede ihres Chefs Jörg Meuthen. Immerhin habe man ein sozialpolitisches Konzept auf den Weg gebracht.


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Ihn persönlich freue es am meisten, dass die AfD "Versicherungskonzernen den Kampf angesagt hat". Private Unternehmen mit Steuergeldern zu finanzieren, sei ein Unding. Konkret sprach er in dieser Hinsicht die Riester-Rente an.

Der Allersberger Rechtsanwalt sagte, dass Lobbyismus in der Politik nichts verloren habe. Außerdem würde sich die AfD dafür einsetzen, dass Selbstständige in die gesetzliche Rentenversicherung aufgenommen werden, so der stellvertretende parlamentarische Geschäftsführer im Bayerischen Landtag.

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hr

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