Allersberg: Bakterien sollen Öl in der Schule fressen

13.3.2018, 16:53 Uhr
Hier, zwischen den Gebäudeabschnitten 2 und 3, wurde 2001 das Öl auf dem Gelände der Allersberger Grundschule entdeckt. Nun soll er endgültig beseitigt werden.

© Reinhold Mücke Hier, zwischen den Gebäudeabschnitten 2 und 3, wurde 2001 das Öl auf dem Gelände der Allersberger Grundschule entdeckt. Nun soll er endgültig beseitigt werden.

2001 war der Ölschaden entdeckt worden, als der Bauabschnitt 6 der Grundschule mit der Aula zwischen den Gebäudeabschnitten 2 und 3 errichtet wurde. Umfangreiche Maßnahmen mit Abpumpen und Bodenaustausch waren damals durchzuführen.

Im Oktober vergangenen Jahres holte der Ölschaden die Gemeinde wieder ein. Denn das Wasserwirtschaftsamt machte Druck. Das schon 2001 hinzugezogene Büro R+H Umweltanalytik nahm Proben und wies nach, dass im Erdreich eine mobile Ölphase schlummert, die abgepumpt werden muss.

Es ist dringend

Das sei dringlich, empfahl Bürgermeister Daniel Horndasch den Mitgliedern des Gemeinderates, alles sei in enger Abstimmung mit dem Wasserwirtschaftsamt durchzuführen. Auch Raumluftmessungen stünden an, um festzustellen, ob sich die Ölphase auf die Luft in der Schule auswirkt.

Nach Beseitigung der Phase soll der Boden mit Bakterien geimpft werden, die das dann noch vorhandene restliche Öl auffressen sollen. "Wir sollten die Sanierung angehen und nun die Maßnahmen durchführen", regte der Bürgermeister an.

Warum denn nicht gleich die Bakterien zum Einsatz kämen, fragte Heidi Stimpfle (SPD) in die Runde. Das Abpumpen der mobilen Ölschicht werde auf alle Fälle mehrere Wochen oder Monate dauern, eventuell auch bis zu einem Jahr, so Daniel Horndasch. Erst dann könne man weitersehen. Auf alle Fälle sollte eine Bodenaustausch möglichst vermieden werden – was das Ziel von Anfang an war, so Eduard Riehl (SPD) ein. Das hofft auch Horndasch, weshalb zunächst die Pumpen gestartet werden. Dann müsse man hoffen, dass die Bakterien die notwendige Hilfe bringen. Trotzdem könne ein örtlicher Bodenaustausch noch dazukommen.

Holger Gmelch (CSU) wollte auf Fälle Vergleichsangebote eingeholt wissen. Das aber sei so leicht nicht möglich, wandte Benjamin Haußner vom Bauamt ein. Entsprechende Firmen gebe es nicht viele und auch ein konkreter Umfang sei derzeit noch nicht bekannt. Norbert Schöll (CSU) erschienen die durchzuführenden Raumluftmessungen recht spät zu sein. Aber vor Jahren seien schon einmal welche durchgeführt worden, so Haußner. Der Gemeinderat beschloss einstimmig, Angebote für die spätere Auftragsvergabe einzuholen.

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