Amberg entscheidet Schlagabtausch für sich

2.8.2017, 16:24 Uhr
Der Box-Vergleichskampf im Allersberger Kirchweihzelt zwischen dem Box-Club des 1. FC Nürnberg und dem Boxclub Amberg (in Rot) stieß auf großes Interesse.

© Josef Sturm Der Box-Vergleichskampf im Allersberger Kirchweihzelt zwischen dem Box-Club des 1. FC Nürnberg und dem Boxclub Amberg (in Rot) stieß auf großes Interesse.

Bei der Begrüßung hielt die Sprecherin des FCN, Sandra Müller, mit Boguslaw Brzozowski und Alfred Hörauf fest, dass die Nürnberger sehr dankbar und froh darüber seien, immer am Kirchweihsonntag im Festzelt in Allersberg einen Boxvergleichskampf austragen zu dürfen.

Rund 500 Besucher verfolgten bei freiem Eintritt die acht Wertungskämpfe, die von vier Sparringskämpfen bereichert wurden. Im ersten Kampf im Kadetten Papiergewicht trafen sich Kirill Burbach aus der roten Ecke des BC Amberg und Michael Dik aus der blaue Ecke des FCN. Beide hatten sich schon mehrfach gegenüber gestanden und lieferten sich einen schönen und ausgeglichenen Sparringskampf über drei Runden.

Im ersten Wertungskampf im Junior Weltergewicht boxten Quamarudin Erfani, Amberg, und Sharifi Habibulla. Sie zeigten einen ausgeglichenen Kampf, den Erfani für sich entscheiden konnte. Im Männer Mittelgewicht trat Evas Lavardi, Amberg, gegen Jack Hill an, der seinen ersten Kampf bestritt und gleich Lehrgeld bezahlen musste. Lavardi, war von Anfang an Chef im Ring. Schon in der ersten Runde wurde Hill angezählt, in der zweiten Runde flog das Handtuch zur Aufgabe und die Punkte gingen nach Amberg.

Nichts geschenkt

Zwei Fighter im Weltergewicht, Juma Mohamed, Amberg, und Azizabadi Mohsen, trafen sich auf Augenhöhe. Sie schenkten sich nichts und suchten stets den Nahkampf. Den Kampf konnte der Nürnberger für sich entscheiden. Im Männer Mittelgewicht traf Daniel Schobert, Amberg, auf Johannes Brunner. Beide waren schon einmal gegeneinander angetreten. Der gut eingestellte Brunner bot dem Amberger mehr als nur Paroli und gewann nach Punkten. Das Boxerherz höher schlagen ließ schließlich noch der über drei Runden technisch starke Junior Sparringskampf im Fliegengewicht von Livio Styer, Amberg, und Cenkay Sezer.

Weiter gings im Männer Halbweltergewicht/Sparringskampf, in dem der zweifache Chemiepokalsieger und Titelsammler Raman Sharafa gegen seinen zigfachen Sparringspartner Stefan Benk einen beherzten und sauberen Drei-Runden-Kampf mit allen Varianten des Boxsports lieferte. Eine Augenweide für den Boxsportfreund.

Im Schwergewicht-Wertungskampf stellte sich Rafael Schaffer, Amberg, dem Nürnberger Stavros Kirimalakis. Der Nürnberger ließ den Kampf offen, zeigte erst im dritten Durchgang sein Können und brachte den Punktsieg heim. Im Junior Halbmittelgewicht trat Gaya Mamedov, Amberg, gegen Erik Huber an. Beide Kämpfer versuchten, das Heft in die Hand zu nehmen. Die Vorteile gingen hin und her, erst die letzte Runde zeigte den Punktsieg Hubers.

Ein "Zungenschnalzer" war der Sparringskampf im Junior Halbmittel von Bahar Rotsami und Marzept Shirinyan. Beide Athleten zeigten ihr technisches und taktisches Können, sodass es schade war, dass dieser Kampf "nur" ein Sparringskampf war und kein Sieger erklärt wurde.

Luft ausgegangen

Ab dem Gongschlag zur ersten Runde versuchte Abdolmohamadi Abbas vom FCN im Männer Halbschwergewicht den Kampf gegen Manuel Propp vorzeitig zu entscheiden. Propp aber konnte den Angriffen widerstehen und kam über die Runde. Die zweite Runde war ausgeglichen, doch in der dritten Runde zeigte sich, dass der Anfangssturm Abbas zu viel Kondition geraubt hatte, sodass er den Kampf abgeben und den Sieg Amberg überlassen musste.

Im letzten Kampf im Männer Mittelgewicht kreuzte der mehrfache Deutsche Meister und Spitzenboxer Andrej Merzliakov, Amberg, die Fäuste mit Georg Sachakjan. Beide lieferten sich einen sehenswerten Kampf über die Zeit, der keinen Boxerwunsch offen ließ. Merzliakov hatte alle drei Runden leicht die Nase vorne und gewann souverän unter tosendem Applaus.

Der BC 1. FC Nürnberg verlor zwar den auf Augenhöhe geführten Vergleich mit dem BC Amberg mit 6:10, hatte aber Boxsport vom Feinsten geboten — hier waren sich Verantwortliche und Zuschauer einig.

 

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