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Dienstag, 13.04.2021

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Attraktiverer Marktplatz: Parkplätze, Wendehammer, Stadtstrand

Die Rother SPD bringt mit einem Antrag eine Alternative zur Gestaltung ins Spiel. - 05.03.2021 15:06 Uhr

Über den Pflastersteinen des Marktplatzes soll sich ein buntes Leben abspielen - aber die Autos will die SPD möglichst fern halten.

05.03.2021 © Carola Scherbel


Damit setzen sich die Sozialdemokraten deutlich ab von dem Antrag, den die CSU vor Kurzem gestellt hat. "Wir wollen die Aufenthaltsqualität auf dem Marktplatz erhöhen", schließt sich SPD-Fraktionssprecher Sven Ehrhardt den Forderungen der Einzelhändler und Gastronomen "unbedingt" an. "Aber die schaffen wir nicht, wenn Autos über den Marktplatz fahren." Stattdessen bringe die SPD eine "Alternative" ins Spiel: ein echter Wendehammer auf der Höhe des bisherigen Bushäuschens gegenüber der Post in der Hauptstraße, dort sollen einige zusätzliche Kurzzeitparkplätze plus E-Ladesäule errichtet werden. Der Marktplatz soll davon "optisch abgegrenzt" werden.

Auch Konzepte für Beschattung, Begrünung, Kinderspielgeräte, Sitzgelegenheiten und Radparkplätze fordern die Sozialdemokraten in ihrem Antrag, um den Marktplatz selbst attraktiver zu gestalten.

Und: Der Stadtmarketingbeauftragte solle ein Förderkonzept zur Unterstützung der Einzelhändler ausarbeiten. Mit Gebührenerleichterungen und mehr Außen- oder Eventgastronomie wie etwa einem "Stadtstrand" – analog zu dem Paket, das der Schwabacher Stadtrat in der vergangenen Woche verabschiedet hat.

Um das alles barrierefrei machen zu können, solle das Inklusionsnetzwerk eingebunden werden.

Begründet werden die Forderungen so: "Der Marktplatz ist Roths gute Stube." Gerade weil man – im überparteilichen Konsens – die Aufenthaltsqualität erhöhen wolle, "lehnen wir eine Verkehrsführung über den Marktplatz strikt ab". Als Familienvater fügt Ehrhardt an: "Wenn auf dem Marktplatz Autos fahren, kann ich meine Kinder dort nicht spielen lassen." In der Zeit des Autofahrversuchs "hat man ja gesehen, was das für ein Chaos gab".

Er fürchtet zwar, dass der Park-Such-Verkehr weiter bestehen bleibe. "Aber den kann man nicht vermeiden. Und vielleicht gibt es ja kreative Lösungen." Da sei die Stadt gefordert: Etwa mit elektronischen Anzeigen über freie Parkplätze.

Die Ausstattung mit E-Ladesäule samt Parkplatz für E-Autos hält er schon deshalb für absolut notwendig, "weil wir nicht im Februar beschließen können, klimaneutral zu werden, aber im März die Autos über den Marktplatz fahren lassen".

Eine weitere Forderung, die die SPD im Zusammenhang damit sieht, hängt sie noch dran. Man wolle Auskunft über den Sachstand der Rednitzbrückensanierung und der Umgestaltung des Willy-Supf-Platzes haben.

Schließlich äußere das Staatliche Bauamt immer wieder Bedenken zur Öffnung des Unteren Tores. Ehrhardt: "Wir sind gut beraten, diese Hinweise ernst zu nehmen und stattdessen die seit Jahren anstehende Sanierung der Brücke und die Neugestaltung des Willy-Supf-Platzes, der Bahnhofstraße und des Sieh-Dich-Für-Wegs endlich anzugehen."

car

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