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Ausbau schreitet voran

Spatenstich für die B2-Ortsumgehung Untersteinbach - 04.10.2012 18:39 Uhr

Freude im Rother Ortsteil Untersteinbach: Der Spatenstich zur Umgehung der B2 ist gesetzt!

05.10.2012 © Detlef Gsänger


Schon mal die B2 bei Untersteinbach überquert? „Vor allem zu Fuß und als Radfahrer ein Abenteuer für sich“, gestand Hermann. Seine frohe Botschaft: „Die langen Fahrzeugkolonnen in der Ortsdurchfahrt gehören bald der Vergangenheit an“. Aber die Ortsumgehung wird nicht nur für die Untersteinbacher Bürger eine spürbare Entlastung bringen. „Auch die Verhältnisse für den überörtlichen Verkehr auf der B2 werden sich deutlich verbessern“, so Rainer Popp, Bereichsleiter Straßenbau im Staatlichen Bauamt.

„Einsatz hat sich gelohnt“

Seit mehr als zwei Jahrzehnten ist die Ortsumgehung Thema. Nun gab Dr. Andreas Scheuer aus dem Bundesverkehrsministerium den Startschuss für das 17 Millionen-Projekt. Der harte Kampf der politischen Mandatsträger aus der Region hätte sich ausgezahlt, merkte er an und nickte der Bundestagsabgeordneten Marlene Mortler zu. Politiker von Bund, Land, Kreis und Stadt nahmen schließlich symbolisch den ersten Spatenstich vor.

Begonnen wird auf der 3,3 Kilometer langen Ortsumgehung mit der einmal 74 Meter langen Steinbachtalbrücke. Das Bauwerk soll bis Mitte 2014 fertig gestellt sein. Über die Mühläcker wird die Straße dann wieder auf die bestehende B2 stoßen. Weitere Bauwerke werden für die Überführung der Gemeindeverbindungsstraße zur Kreisstraße RH6 sowie an der An-schlussstelle Kiliansdorf errichtet.

Das Ausbaukonzept sieht zwischen Roth und Röttenbach einmal jeweils zwei Fahrstreifen in jeder Richtung vor. Zwischen Röttenbach und Treuchtlingen wird die B2 dreistreifig sein. Im November soll bereits der Abschnitt zwischen Pleinfeld Süd und Pleinfeld Nord für den Verkehr freigegeben werden. Dann sind von den 120 Kilometern zwischen Nürnberg und Ausgburg über 98 Kilometer Straße ausgebaut.

Und auch der weitere Ausbau nimmt Formen an: Für die Ortsumgehung Dettenheim besteht seit Juli dieses Jahres bestandskräftiges Baurecht. Für die südlich an die Umgehung Untersteinbach anschließende Ortsumgehung Wernsbach läuft derzeit das Planfeststellungsverfahren

Wie wichtig die Ortsumgehung Untersteinbach ist, lässt sich mit Zahlen belegen. Zählte man 1995 11400 Fahrzeuge, waren es 2010 schon knapp 15000 Fahrzeuge. „Das entspricht einer Steigerung von 30 Prozent“, sagte Hermann, der wegen der besonderen Verkehrsbedeutung der B2 eine weitere Zunahme erwartet. Zudem bilden sich wegen des hohen Lkw-Anteils von rund 15 Prozent immer wieder lange Fahrzeugkolonnen, die Autofahrer zu riskanten Überholmanövern verleiten würden.

Andreas Scheuer ist überzeugt, dass durch den B2-Ausbau nicht nur die Verkehrsteilnehmer sondern auch die Wirtschaft in der Region und der Landkreis profitieren werden.

Landrat Herbert Eckstein und Roths Bürgermeister Ralph Edelhäußer dankten dem Bund für die bereitgestellten Gelder. Eckstein nahm aber auch den Freistaat in die Pflicht und erinnerte an den dringend notwendigen Ausbau der Ortsumgehung von Aurau. Landkreis und Stadt Roth äußern aber seit Jahren noch einen anderen Wunsch, nämlich den An-schluss der RH6 an die B2 bei Unter-steinbach. Eine Entscheidung ist je-doch noch nicht gefallen. Dieser An-schluss sei zwar nicht Bestandteil des Planfeststellungsverfahrens, er ließe sich jedoch auch nach der Fertigstellung baulich leicht umsetzen, ist sich Eckstein sicher.

dg

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