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Baufirma rückt Ende des Jahres wieder ab

Bürgerversammlung in Jahrsdorf zum Stand der Bauarbeiten im Ort — Planer ging auf Kritikpunkte ein - 21.06.2012

Diese „Baustellen-Idylle“ trügt: Bei den Straßenbauarbeiten in Jahrsdorf trat so manches Ärgernis auf. In der jüngsten Bürgerversammlung wurden diese Defizite aber in sachlicher Atmosphäre diskutiert. © Tschapka


In einer eigens zum Stand der Bauarbeiten in Jahrsdorf einberufenen Bürgerversammlung stellte sich der Hilpoltsteiner Bürgermeister Markus Mahl schützend vor Waldmüller. Er wies die Kritik an ihm aufs Schärfste zurück und lobte Waldmüller als einen sehr fleißigen, jederzeit einsatzbereiten Ortssprecher (siehe gesonderter Artikel). Damit nahm Mahl potenziellen Kritikern den Wind aus den Segeln und die Bürgerversammlung verlief in sachlicher Atmosphäre.

Bürgermeister Mahl bedankte sich eingangs bei der Freiwilligen Feuerwehr Jahrsdorf, die den Florianstag für den Brandbezirk Hilpoltstein Anfang Juni in vorbildlicher Weise vorbereitet und durchgeführt habe.

Voll im Zeitplan

Diplom-Ingenieur Michael Eff, Vertreter des Planungsbüros Völker und Partner, gab einen Überblick über den Stand der laufenden Sanierungsarbeiten. Die Arbeiten, die am 24.Januar 2011 begonnen haben, liegen voll im Zeitplan und, wenn es die Witterungsverhältnisse zulassen, kann die Baufirma am Ende dieses Jahres abziehen. In 2013 werden dann noch die Kanäle in geschlossener Bauweise saniert. Der Kostenrahmen sei bisher auch eingehalten worden, da kein Bodenaustausch im Untergrund erforderlich gewesen sei.

Im oberen Dorf, beim Anwesen A12, werde die Stützmauer erneuert. Hier wird noch überlegt, ob die Mauer als Stahlbeton-Stützmauer aufgezogen werde oder ob Gabionen (Drahtgitterkörbe) aufgestellt werden. Dies hätte aber zur Folge, dass die bestehende Stahlbeton-Stützmauer auf der gegenüberliegenden Straßenseite mit Gabionen verblendet werden müsste. Die Tendenz gehe allerdings zur Gabionen-Lösung.

Dellen im Belag

Eff ging auch auf die Kritikpunkte ein, die in den vergangenen Tagen ob des optischen Erscheinungsbildes der Straßenzüge B, G und F laut wurden. In A und F seien in der Straßendecke gehäuft Dellen sichtbar geworden. Grund dafür seien Festsetzungen an der Walze beim Aufbringen der Teerdecke. Diese Dellen seien vergangene Woche ausgebessert worden, sodass die Straßen einem Fleckerlteppich glichen. Eff berichtete, dass die Tiefe der Dellen innerhalb der Toleranzgrenze liegen und somit nicht als technische Fehler gewertet werden könnten. Ferner meinte er, dass sich die Optik bald wieder verbessern werde, wenn die Teerflecken sich der Fahrbahnfarbe wieder angeglichen haben.

Was den StraßenzugB anbelangt, betonte Bürgermeister Mahl, dass von Anfang an aus Kostengründen geplant gewesen sei, nur den wegen Kanal- und Wasserleitungsarbeiten aufgerissenen Bereich zu teeren. Diese Lösung schlage mit 6000 Euro zu Buche; eine Komplettteerschicht würde 23000 Euro kosten. Zur Frage der Randstreifen wurde darauf hingewiesen, dass bewusst ein tiefgründiger Schotteruntergrund eingebracht wurde, da anzunehmen sei, dass diese Seitenstreifen auch ab und zu befahren oder als Parkstreifen genutzt werden. Maximal werde nur fünf Zentimeter Humus aufgebracht. Dadurch kämen sicher immer wieder Steine zum Vorschein, die dann bei der Pflege dieser Streifen mit dem Rasenmäher hinderlich seien. Vor der Endabnahme, so die Aussage, wird, wie bei allen anderen kritischen Punkten, noch Abhilfe geschaffen, erklärte Eff. Bürgermeister Mahl bat die Jahrsdorfer darum, solche Mängel oder Auffälligkeiten zu melden. 

hy

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