Donnerstag, 23.05.2019

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Bauplätze werden teuer

Im Eysöldener Letten und Mittelsteig wird der Quadratmeter wegen teurer Erschließung wohl 130 Euro aufwärts kosten - 11.04.2019 12:00 Uhr

Das Baugebiet Letten am Eysöldener Ortsrand kann nur recht teuer erschlossen werden. Für den Quadratmeter rechnet die Verwaltung derzeit mit 130 Euro, der Preis im Mittelsteig auf der anderen Seite des Ortes liegt mit 145 Euro noch etwas höher.


Heinrich Wägemann vom Ingenieurbüro Klos stellte in der Sitzung des Marktgemeinderates die Erschließungspläne vor. Das Problem im Lettten: Die acht Bauplätze (sechs davon in der Vergabe) müssen an ein getrenntes Kanalsystem angeschlossen werden.

Deshalb muss die Straße vor dem Feuerwehrhaus aufgerissen werden, insgesamt kostet die Erschließung 515 000 Euro. Für die einfachere Erschließung der 18 Grundstücke im Mittelsteig werden 923 000 Euro fällig.

Diese Kosten muss die Gemeinde auf die Bauherren umlegen. Bürgermeister Georg Küttinger rechnet deshalb im Letten mit 130 Euro, im Mittelsteig mit 145 Euro pro Quadratmeter – beides sind grobe Schätzungen.

Die Marktgemeinderäte mussten bei diesen Preisen schlucken – vor allem an der Erschließung des Baugebietes Letten entzündete sich eine längere Diskussion, das Gebiet schien schon wieder auf der Kippe zu stehen.

Denn nach dem Einbau des getrennten Kanals würde die Straße wieder provisorisch verschlossen. Der Anschluss des Kanals sei wegen der vorhandenen Gegebenheiten – ein relativ nah an der Oberfläche liegendes Kanalrohr mit unterschiedlichen Durchmessern – auch nur eine "Übergangslösung", so Wägemann. Die Gemeinde blickt außerdem schon auf die westlich angrenzenden Flächen gegenüber der Feuerwehr, für eine künftige Bebauung, die sind aber noch in Privatbesitz.

Sollte man nun viel Geld für ein Provisorium ausgeben? Oder gleich eine dauerhafte Lösung schaffen, die noch mehr kostet? Dafür müsste die Straße voll ausgebaut werden – es stehen knapp 140 000 Euro im Raum. Für die eventuell kommende Erschließungen im Westen müssten dann auch Anschlüsse gelegt werden – die Frage ist, wo genau?

Küttinger stellte deshalb zur Debatte Letten zurückzustellen. Ein halbes Jahr, ein Jahr – vielleicht ergibt sich in dieser Zeit ein Kauf der Grundstücke im Westen. Bei allem Magengrummeln wegen des Provisoriums und der Aussicht, die Straße vielleicht bald wieder aufreißen zu müssen, wollten sich die Marktgemeinderäte damit nicht anfreunden. Geschäftsleiter Martin Obermeyer und Küttinger berichteten von einigen Anfragen, die wegen der Bauplätze immer wieder im Rathaus aufschlagen.

Die Erschließung der Baugebiete Letten und Mittelsteig soll nun gemeinsam ausgeschrieben werden, allerdings in getrennten Losen. Die Hoffnung ist, so einen attraktiveren Auftrag anzubieten und eventuell einen niedrigeren Preis zu erzielen. Bis Ende Juni 2020 sollen die Unternehmen fertig sein, dann könnte gebaut werden. 

bga

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