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Donnerstag, 22.08.2019

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Bei Rothaurach wird Gas umgeleitet

N-Ergie und MDN verlegen neue Leitung bei laufendem Betrieb - 03.07.2019 11:00 Uhr

Die Baustelle bei Rothaurach sieht unspektakulär aus, ist aber etwas besonderes: Hier wird mit einem speziellen Verfahren ein Stück neue Gasleitung verlegt, ohne dass die Versorgung der Kunden unterbrochen werden muss. © Foto: Martin Regner


Autofahrer haben sie schon gesehen: Die Baustelle am östlichen Ortseingang von Rothaurach. Hier erneuern die N-Ergie und die Main-Donau-Netzgesellschaft ein Stück Gasleitung mit einem besonderen Verfahren im laufenden Betrieb.

Ausgelegt ist die Leitung, über die die gesamte Gasversorgung von Roth läuft, auf einen Druck von 67,5 Bar. Im Regelbetrieb liegen 40 bis 50 Bar an, jetzt in der Bauphase nur noch 20. Der Bautrupp begann am Mittwoch vergangene Woche damit, eine Umleitung zu verlegen, durch die die Gasversorgung der Stadt Roth auch während der Bauarbeiten aufrecht erhalten werden kann.

In der Zeit, in der das Gas durch die Umleitung strömt, kann ein sogenannter Kondensatsammler ausgetauscht werden. Dieses Bauteil wurde beim Bau der Leitung anno 1983 im Boden vergraben und dient dazu, im Gas vorhandene Restfeuchtigkeit aufzufangen.

Altersbedingt seien am Kondensatsammler Undichtigkeiten aufgetreten, erklärte Helmut Römer von N-Ergie: "Diese waren aber so minimal, dass man sie nur mit einem empfindlichen Messgerät feststellen kann." Gefährlich sei die Undichtigkeit nicht gewesen, so Römer.

N-Ergie und Main-Donau-Netzgesellschaft sind nach eigenen Angaben die einzigen Netzbetreiber in Bayern, die derartige Arbeiten im laufenden Betrieb in Eigenregie durchführen können, ohne einen externen Anbieter zu beauftragen. Die Arbeiten an der Gasleitung dauern voraussichtlich noch bis Freitag, dann kann die Baugrube wieder verfüllt werden. So lange regelt eine Ampel am Ortseingang von Rothaurach den Verkehr.  

Martin Regner E-Mail

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