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Donnerstag, 04.06.2020

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Bei Thalmässing und Heideck: Vier Wanderwege erneut zertifiziert

Hoher Aufwand für die Paten - 11.05.2020 11:18 Uhr

An der Jurakante laden immer wieder Sitzgruppen zur Rast ein. © Foto: Eva Schultheiß


  Klaus Erber vom Deutschen Wanderinstitut überzeugte sich, dass bei Heideck der Laibstädter Geschichtsweg und um Thalmässing der Vorgeschichtsweg, der Thalachtal-Panoramaweg sowie der Premiumweg Jurakante immer noch die Bedingung für zertifizierte Wanderwege erfüllen und daher berechtigt sind, für drei Jahre das deutsche Wandersiegel zu führen und damit zu werben.

Der Zertifizierer lobte die Wege, denn "der Wanderer findet hier alles, was er wünscht, beispielsweise einen hohen Anteil naturbelassener Wege".

Tolles Angebot für Wanderfreunde 

Der zwölf Kilometer lange Vorgeschichtsweg erhielt dieses Siegel vor sechs Jahren und wurde nun mit den anderen drei Wanderwegen, die dieses Siegel vor drei Jahren erhielten, turnusmäßig überprüft. "Die Wege sind noch immer gut gepflegt", bestätigt der Text zur Zertifizierung.


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"Das ist ein tolles Angebot für Ausflügler und Wanderfreunde", freuen sich die Bürgermeister Georg Küttinger und Ralf Beyer. Sie wissen, dass die Auszeichnung nur mit erheblichem Aufwand verliehen wird. Zum einen natürlich die Gebühr für die Zertifizierung, zum anderen aber müssen die Wege durchgehend gepflegt werden. Da müssen fehlende Markierungen ersetzt werden, beispielsweise wenn der Baum mit dem Schildle gefällt wurde, aber auch stark wachsende Büsche können den Blick auf die Markierung verhindern und müssen zurückgeschnitten werden."

Bürgermeister ist zufrieden 

Die Bürgermeister loben ihre Wanderwege-Paten, die diese Arbeiten übernehmen. Nur bei größeren Schäden informieren sie die Gemeinden, so dass der Bauhof beispielsweise teils nötige Holzgeländer oder Stufen reparieren oder sehr nasse Stellen etwas auffüllen kann.

Für die Wartung befahren können die Paten die zertifizierten Wege nur in kleinen Bereichen, denn sie führen überwiegend auf naturbelassenen Wegen, eine Voraussetzung für die Zertifizierung. Also heißt es für die Wanderwege-Paten, den Rucksack zu packen mit dem Markierungsmaterial, mit Akkuschrauber, Astschere und vielem mehr. Zu einer Pause oder Brotzeit unterwegs laden Sitzgruppen und Bänke ein.

Unterschiedliche Strecken 

Der Weg "Jurakante" ist etwa acht Kilometer lang und führt vom Museum Thalmässing zur Keltenschanze und hinauf nach Reinwarzhofen. Von hier geht’s der Jurakante entlang und dann durch den Wald und über eine Trockenwiese mit herrlichem Blick und Bänken hinunter zum Ausgangspunkt. 14 Wegweiser machen auf schöne Ziele aufmerksam.

Der etwa 18 Kilometer lange Thalachtal-Panoramaweg hat als erste Station Gebersdorf, folgt dann dem Vorgeschichtsweg nach Landersdorf und an den rekonstruierten Grabhügeln vorbei über Feinschluck ins Thalachtal hinunter. Nächstes Ziel sind der Ringwall und der mittelalterliche Burgstall auf dem Auer Berg. Auf der Höhe geht’s weiter, bis man absteigt, um den Schwimbach zu überqueren. Am letzten Ziel, dem Burgstall Landeck, liegt das nahe Thalmässing zu Füßen. 21 Wegweiser laden zu Abstechern zu schönen Zielen ein.

Der rund zwölf Kilometer lange Vorgeschichtsweg beginnt am Museum in Thalmässing und führt im Wald hinauf auf den Waizenhofener Espan mit einem großen vorgeschichtlichem Grabhügelfeld. Durch Waizenhofen geht es am Albrand entlang zum Hinteren Berg mit seinen Resten verschiedener Befestigungen. Durch Landersdorf vorbei an den rekonstruierten Grabhügeln und über die Reuther Platte führt der Weg zurück nach Thalmässing.

Der etwa 7,5 Kilometer lange Laibstädter Geschichtsweg mit mehr als 150 Höhenmetern beginnt beim Parkplatz an der Kreisstraße von Laibstadt nach Dannhausen an der Thalachbrücke. Der Wanderer erfährt auf elf großen und kleinen Informationstafeln Interessantes aus der Geschichte Laibstadts und seiner Umgebung. Themen der Informationstafeln sind beispielsweise Stollenrekonstruktion, Keltenschanze, Abschnittswall auf dem Ruppertsberg, Geologie.

EVA SCHULTHEIß

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