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Samstag, 22.02.2020

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Büchenbacher Gemeinderat macht Weg für Mitfahrbank frei

In Tennenlohe hofft man auf hilfsbereite Autofahrer. - 04.02.2020 11:01 Uhr

So eine Mitfahrbank wie hier am Allersberger Bahnhof soll es bald auch in Tennenlohe bei Büchenbach geben. © Josef Sturm


Mittels eines Schildes kann man vorbeifahrenden Autos kundtun, in welche Richtung man eine Mitfahrgelegenheit sucht. Dann heißt es Platz auf der Bank nehmen und hoffen, dass in absehbarer Zeit ein hilfsbereiter Autofahrer anhält. In Allersberg und Kammerstein wird das bereits praktiziert.

Die Idee hatte der Aurauer Gemeinderat Andreas Bub per Antrag eingebracht. Erstmals vor drei Jahren hatte er angefragt, ob dies nicht eine Option sein könnte, um Lücken im ÖPNV-Netz in den Ortsteilen unkompliziert zu schließen. Tennenlohe und Aurau hatte er als Standorte vorgeschlagen.

Damals war das Anliegen versandet, nun zeigte sich der Gemeinderat ausgesprochen aufgeschlossen. Auch wenn Bürgermeister Helmut Bauz einmal mehr auf das wenig genutzte Angebot des Anrufsammeltaxis verwies und es auch Bedenken gab, ob man mit Mitfahrerbänken tatsächlich eine spürbare Verbesserung der Mobilität in den Dörfern erreichen kann.

Aufwand ist überschaubar

Hauptprobleme: Man darf keinen fixen Termin anstreben und muss schauen, wie man wieder zurückkommt, wenn es am Zielort kein Pendant gibt. Ansonsten habe das Konzept Mitfahrerbank den Charme des Einfachen: Der Aufwand für die Gemeinde ist ausgesprochen überschaubar, es fördert die Kommunikation und Hilfsbereitschaft.

Im Gespräch entstand der Vorschlag, ergänzend eine Art Mitfahrer-Börse über die Homepage der Gemeinde zu installieren. Auch das fand bei vielen Gemeinderatskollegen und dem Bürgermeister Gefallen.

Einstimmig beschloss der Gemeinderat, zeitnah in Tennenlohe eine Mitfahrerbank mit Fahrtrichtung "Schwabach" oder "Büchenbach" probeweise aufzustellen. Die Verwaltung wurde beauftragt, sich über die elektronische Mitfahrerbörse Gedanken zu machen. "Unsere Probleme mit dem öffentlichen Nahverkehr in den Ortschaften wird das allerdings nicht lösen", gab Susanne Vöckler trotz Zustimmung zu bedenken. "Das muss in größeren Zusammenhängen durchdacht werden."

 

Stefanie Graff E-Mail

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