Samstag, 28.11.2020

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Challenge Roth: Veranstalter hoffen auf nächstes Jahr

Man bereite sich derzeit vor - 22.10.2020 11:28 Uhr

Triathlon-Superstar Jan Frodeno hatte seinen Start in Roth heuer schon zugesagt, will nun nächstes Jahr kommen. Falls die Pandemie ein Großereignis wie den Challenge zulässt.

22.10.2020


Doch heuer herrschte Leere in Roth, das Festivalgelände am Stadtpark wurde gar nicht erst aufgebaut, Jan Frodeno und Anne Hauk, die Megastars der Szene, grüßten nur per Videobotschaften. Corona hatte das Sportereignis unmöglich gemacht – auch wenn trotzdem viele Triathleten anreisten, die Wettkampfstrecken absolvierten und sich von einigen Fans am Solarer Berg und andernorts anfeuern und verpflegen ließen.

Und nächstes Jahr? Es ist ein Blick in die Glaskugel, auch für Felix Walchshöfer, den Chef von TeamChallenge. "Zum jetzigen Zeitpunkt kann man gar nichts sagen", meint er – die Corona-Situation mit sich täglich ändernden Fallzahlen und sich beinahe wöchentlich ändernden Vorschriften ist einfach nicht vorhersagbar.

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Freilich kämpft Team Challenge um die Ausgabe 2021. Am 4. Juli soll der Wettkampf über 3,8 Kilometer Schwimmstrecke, 180 Kilometer auf dem Rad und einen Marathon stattfinden. Rund 5000 Athleten kommen dafür nach Roth – ein Großereignis, das auch ohne Corona nicht einfach zu organisieren ist. Nun steigen Aufwand und Anforderungen immens.

Hygienekonzept mit Siegel

Hilfe hat sich Walchshöfer bei der Agentur "APA Brands Events Solutions" geholt. Mit dieser arbeitet auch der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) zusammen – APA soll Hygienekonzepte für die Sportveranstaltungen des DOSB entwerfen.

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Beim Challenge Roth wiederum sitzen neben TeamChallenge und DOSB auch die Deutsche und die Europäische Triathlon-Union im Boot, weil 2021 die Deutsche und die Europameisterschaft rund um den Solarer Berg ausgetragen werden sollen. Das Konzept der APA soll schließlich der TÜV Rheinland abnehmen. Walchshöfer will "das beste Hygienekonzept, das man haben kann" – und das schwarz auf weiß. Bis Ende des Jahres soll es fertig sein.

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Doch hilft Walchshöfer das? Selbst wenn Landratsamt und Sicherheitsorganisationen einverstanden sind, bleibt der Challenge abhängig von der Corona-Situation im kommenden Sommer. Ein Hotspot zu einem ungünstigen Zeitpunkt – schon kann die Vorarbeit umsonst gewesen sein.

Eine Deadline für eine Entscheidung will sich Walchshöfer aber zumindest öffentlich nicht geben. "Wir fahren auf Sicht und planen", sagt er. Auch mit halber Mannstärke. Seit März sind die Mitarbeiter des TeamChallenge in Kurzarbeit. 50 Prozent, aber immerhin etwas.


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Denn eine Veranstaltung wie den Challenge schüttelt man nicht innerhalb weniger Tage aus dem Ärmel. Doch irgendwann muss eine Entscheidung her. Auch die Athleten müssen planen und ihre Corona-Einschränkungen (Training, Reisen) waren ja mit ein Grund für die Absage in diesem Jahr.

"Wir haben ein Polster"

Und wenn der Worst Case eintritt? Verkraftet TeamChallenge zwei Jahre Pause, kann die Geschichte des Rother Triathlon-Mekkas fortgeschrieben werden? Freilich, die Absage heuer hat wehgetan. Wer einen Startplatz für 2020 ergattert hatte, konnte diesen für das nächste Jahr reservieren, Startgelder zahlte TeamChallenge zurück. "Unsere einzigen Einnahmen kommen derzeit aus dem Merchandising Online-Shop", sagt Walchshöfer.

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Einige Sponsoren waren ebenso loyal, ein großer Dank des TeamChallenge geht auch an die Athleten, die "ihren" Challenge unterstützten. Diese kauften ein, spendeten: TeamChallenge ist ein Familienbetrieb, hat es nie überzogen. "Wir haben ein Polster", sagt Walchshöfer. Aber die Unterstützung der Athleten sei sehr wichtig. In den nächsten Tagen soll es weitere positive Nachrichten geben.

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