Mittwoch, 21.04.2021

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Christian Riedl, Bürgermeisterkandidat für Röttenbach (Landkreis Roth)

Christian Riedl

© Foto: CSU


Name:

Christian Riedl


Alter:

32


Beruf:

Schreinermeister / Gruppenleiter im Berufsbildungsbereich


Wohnort:

Röttenbach


Partei:

CSU


Liste:

CSU


E-Mail:

jetzt.christian.riedl@web.de


Mit mir an der Spitze werden sich in den nächsten sechs Jahren diese drei Dinge als erstes ändern:

1. Aktuell leben fast 700 Senioren in unserer Gemeinde. Tendenz steigend. Natürlich wird es nirgendwo so schön sein, wie zu Hause. Doch manchmal führen besondere Umstände oder das Alter dazu, die gewohnte Umgebung zu verlassen. In diesem Fall ist es wichtig, dass man sich darauf verlassen kann, in den richtigen Händen zu sein. Und bestenfalls in der eigenen Gemeinde. Bislang ist es so, dass unsere pflegebedürftigen Senioren nach Spalt, Pleinfeld und Georgensgmünd ausweichen müssen. Ein Angebot zur „Tagespflege“ und zur „Stationären Betreuung“ fehlt in Röttenbach. Das müssen wir ändern. Dafür werde ich arbeiten. 2. Die Gemeinde Röttenbach ist attraktiv. Dies kann man daran ablesen, dass in den kommenden zwei bis drei Jahren zirka 200 neue Wohneinheiten für geschätzt 500 Einwohner neu entstehen werden. Dieser Bevölkerungszuwachs muss auch im Bereich der Infrastruktur gemanagt werden. Die Anzahl der Krippen- und Kindergartenplätze muss an die Siedlungspolitik angeglichen werden. Zusätzliche Räume, für Schule und Mittagsbetreuung werden benötigt. In der Vergangenheit wurden „fröhlich“ immer mehr Bauplätze ausgewiesen, ohne, dass die Infrastruktur mitgewachsen ist. Dies holt uns jetzt ein und wird uns noch sehr viel Geld kosten. 3. Wohnen fast direkt am Brombachsee ist attraktiv. Die Preise für Bauland sind in den letzten 6 Jahren von 130 Euro auf 180/190 Euro im Jahr 2019 enorm gestiegen. Zahlungskräftige „Städter“ haben damit kein Problem: 90 % der Parzellen im derzeitigen Baugebiet gehen an Auswärtige. Wenn wir mit dieser „großzügigen“ Siedlungspolitik so weitermachen, werden unsere eigenen jungen Leute zukünftig zu „neuen Heimatvertrieben“. Wir werden Ideen entwickeln, um bezahlbares Bauland für unsere jungen Leute zur Verfügung zu stellen. Dies bedeutet, Ausweisung orientiert am einheimischen Bedarf, kleinere Baugebiete mit kostengünstiger Erschließung und soziale Förderung mittels eines Einheimischen-Modells.

Das größte Ärgernis in meiner Gemeinde ist…

Fehlendes Mobilitätskonzept: Sichere Fuß- und Radwegeanbindungen von Röttenbach/Mühlstetten nach Gmünd und Pleinfeld sind Fehlanzeige! Eine Omnibuslinie, die unsere fünf Ortschaften untereinander im (Stunden-)Takt und darüber hinaus mit Gmünd verbindet: ebenfalls Fehlanzeige. Wir benötigen zwei Dinge. Erstens, einen Lückenschluss unserer Geh-/Radwege primär nach Georgensgmünd und Pleinfeld. Zweitens schwebt mir ein interkommunaler Verkehrsverbund Röttenbach/Mühlstetten/Georgensgmünd vor. Gmünd hat eine innerörtliche Buslinie. Vielleicht lässt sich die Gemeinde Röttenbach darin integrieren? Ob sich diese so verwirklichen lässt, muss mit Gmünd verhandelt werden und wie sich dies unter Kostengesichtspunkten realisieren lässt, muss berechnet werden. Als Bürgermeister werde ich mich dafür vorrangig einsetzen. Politikstil: Auch ein Bürgermeister benötigt Berater. Dieses Top-Beratergremium ist unser Gemeinderat in seiner Gesamtheit. Es darf nicht sein, dass Anträge anderer Fraktionen (fast) regelmäßig überstimmt werden. So war es ein Fehler, beispielsweise die Filet-Immobilie „Sparkassengebäude“ nicht zu erwerben. Dort hätten wir zusätzlichen Platz für unsere Vereine, Mittagsbetreuung, einen Sitzungssaal, Amtsräume und darüber hinaus würden uns die Parkplätze vor dem Rathaus auch gehören. Gerade bei großen, weitreichenden Entscheidungen müssen wir zukünftig fraktionsübergreifende Mehrheiten anstreben. Mir ist bewusst, dass ich mich als Bürgermeister zurücknehmen muss, um anderen Meinungen Raum zu geben. Ich verspreche, das Amt des Bürgermeisters überparteilich auszuüben. Ich werde die Fraktionen der Freien Wähler und der SPD genauso aktiv in die Arbeit einbinden, wie meine CSU-Fraktion. Es gibt für mich keinen Gemeinderat 1. und keinen Gemeinderat 2. Klasse. Auch in punkto Bürgerbeteiligung werde ich neue Wege einschlagen. Der oberste Souverän ist unser Gemeindebürger. Er muss gehört werden. Danach entscheidet der Gemeinderat – und nicht umgekehrt!

Dafür würde ich auf der Straße demonstrieren:

„Fridays for Future“ - die Botschaft ist klar: Macht (endlich) mehr für´s Klima! Für die meist jugendlichen Klimaaktivisten habe ich große Sympathien. Meine Unterstützung nur in der Teilnahme an einer Demo zu zeigen, ist mir jedoch zu wenig. Ich stelle mir die Gewissensfrage: „Was kann ich für Klima und unsere Umwelt noch mehr tun?“ Dies ist zuerst eine Frage an mein eigenes Konsum-Verhalten: mehr radeln als Auto fahren, mehr Dorfladen als Supermarkt, mehr Urlaub in Deutschland als Fernreisen… Mein Ansporn gründet dabei auf meinem christlichen Glauben und dem Anspruch meinen Kindern und den folgenden Generationen eine lebens- und liebenswerte Heimat zu hinterlassen. „Röttenbach for Future“ Natürlich geht es auch um die Frage, was wir in unserer Gemeinde Röttenbach „miteinander“ für unsere Zukunft unternehmen können: Reduzierung des Flächenverbrauchs, Schließen von Baulücken, Schutz unserer Landschaft vor Sandabbau-Kratern, Dachbegrünungen, weniger Versiegelung in Baugebieten, Photovoltaikanlagen als Vorgaben in Bebauungsplänen, innerörtliches und überörtliches Radwegenetz, interkommunaler öffentlicher Personennahverkehr, und, und, und. Diese Liste ist unvollständig. Ich werde alle Gemeindebürger einladen, diese Liste nicht nur zu vervollständigen – sondern auch an deren Umsetzung gemeinsam zu arbeiten. Als Bürgermeister werde ich ein Bündnis „Röttenbach for Future“ anstoßen. Ich freue mich auf unsere gemeinsame Arbeit an einem lebenswerten „Klima“ für Röttenbach.

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