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Mittwoch, 21.04.2021

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Corona-Impfung: So geht es in den Landkreis-Gemeinden weiter

Erstmals wurden in der Abenberger DJK-Halle Spritzen gesetzt - 08.03.2021 14:45 Uhr

„Wie beim Klassentreffen.“ Franz Weeger (mit dem Rücken zur Kamera) begrüßt die anderen vier Seniorinnen und Senioren aus Abenberg und deren Begleiter, die am Montagvormittag um 9.30 Uhr einbestellt worden waren. Links im Bild Bürgermeisterin Susanne König. Impfzentrum ist die DJK-Halle.

08.03.2021 © Foto: Robert Gerner


In den vergangenen zweieinhalb Wochen waren die Corona-Vakzine schon an über 80-Jährige in Greding, Rohr, Rednitzhembach, Schwanstetten und Wendelstein-Großschwarzenlohe verabreicht worden. Darüber hinaus hatte es eigene Impftermine für Büchenbacher und Rother Bürger im Rother Impfzentrum gegeben.

Zu Wochenbeginn in Abenberg

Am Montag nun startete das mobile Impfteam von Vitolus in der Abenberger DJK-Halle in eine neue Woche.

Im Laufe dieser Woche werden die Ärzte und Helfer auch noch in Spalt (Dienstag), Georgens-gmünd (ebenfalls Dienstag), Thalmässing (Mittwoch und Donnerstag), Hilpoltstein (Donnerstag), Allersberg (Freitag) und Röttenbach (Sonntag) sowie zur Zweitimpfung in Greding (Samstag) auftauchen.

Darüber hinaus gibt es eigene Impfslots im Rother Impfzentrum erneut für Büchenbacher (Freitag) und Rother Senioren (Sonntag).

220 von 350

Das zeigt: Nach und nach steht mehr Impfstoff zur Verfügung. Und doch wird es noch dauern, bis die Hochrisikogruppen durchgeimpft sind.

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Beispiel Abenberg: Rund 350 Seniorinnen und Senioren der Jahrgänge 1941 und älter hat die Stadt in den vergangenen Wochen angeschrieben. Gut 220 haben sich daraufhin per Rückantwortblatt für die Impfung vormerken lassen.

Doch nur 72 Hochbetagte können an diesem Montag zum Zug kommen. Für die anderen wird es weitere Impftermine vor Ort geben. Wann? Das können weder Bürgermeisterin Susanne König noch das Rother Landratsamt derzeit genau sagen.

Zwischen 85 und 98

Die ersten Fünf, die um 9.30 Uhr für die Spritze einbestellt wurden, und die von der Rathauschefin am Impfzentrum begrüßt werden, sind Kunigunde Heidner, 98, Stilla Lang, 93, Stilla Weigand, 85, Anton Reichenberger, 93, und Franz Weeger, 92.

"Das ist hier ja wie beim Klassentreffen", begrüßt Weeger gut gelaunt die anderen Senioren, die vor dem Eingang zur DJK-Halle warten. Wie die anderen auch, kommt er in Begleitung. Allzu gut zu Fuß ist der Senior nämlich nicht mehr. Glücklicherweise ist die DJK-Halle barrierefrei.

Der fairste Weg

Die Stadt hatte die nicht ganz einfache Aufgabe, innerhalb der Prioritätenliste weiter zu priorisieren. "Wir haben das nach Alter gemacht und dann noch geschaut, ob es darüber hinaus noch besondere Risikofaktoren gibt", sagt Lisa Decker von der Stadtverwaltung. Das sei ihrer Meinung nach der fairste Weg.

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220 Impfinteressierte, aber 350 über 80-Jährige in Abenberg. Das ist an sich keine übermäßig hohe Impfquote. Doch Decker betont, dass darüber hinaus einige Senioren schon im Rother Impfzentrum eine Spritze erhalten hätten.

Außerdem sei in diesen Zahlen das Caritas-Seniorenzentrum nicht eingerechnet. Das ist, wie alle Alten- und Pflegeheime im Landkreis Roth, bereits durchgeimpft.

Hoffen auf die Hausärzte

Es geht also Schritt für Schritt voran. Mit einer Ausnahme: Vorerst noch keine Möglichkeit gibt es, bettlägrige Senioren, die noch in den eigenen vier Wänden leben, zu impfen.

Sie kommen vermutlich erst dann zum Zug, wenn auch Hausärzte auf den Impfzug aufspringen dürfen. Ende des Monats also. Voraussichtlich.

ROBERT GERNER

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