Der Auhof will ins Guinness-Buch der Rekorde

3.4.2018, 15:58 Uhr
Die Idee zum Rekord-Eierbaum am Hilpoltsteiner Auhof stammt von Carolin Engelbrecht, die auf dem Gelände der Einrichtung einen geeigneten Baum für ihr Projekt fand.

Die Idee zum Rekord-Eierbaum am Hilpoltsteiner Auhof stammt von Carolin Engelbrecht, die auf dem Gelände der Einrichtung einen geeigneten Baum für ihr Projekt fand. © Foto: Manfred Klier

Die Idee stammt von Carolin Engelbrecht, die als Heilpraktikerin in der Kinderpsychiatrie beschäftigt ist. Für einen anderen Ort hatte sie das Konzept zu einem Rekordbaum ausgearbeitet. In letzter Minute war das Projekt gescheitert.

Ihre Mutter hatte ihr Mut gemacht: "Wenn eine Tür zufällt, dann geht eine andere auf!" Als sie dann noch von ihrem Arbeitskollegen Enrique Gulin auf den Baum vor dem Verwaltungsgebäude des Auhofs aufmerksam gemacht wurde, stand ihr Entschluss fest: "Dieser Baum muss für den Rekordversuch her! Er ist auf seine Weise schön, nämlich knorrig und mit Ecken und Kanten, ein Abbild von uns Menschen." Sofort war auch Diakon Matthias Grundmann von der Idee begeistert und man ging ans Werk, das von Enrique Gulin grafisch unterstützt wurde.

Am Ostermontag wurde der bereits recht bunt geschmückte Baum in einem Gottesdienst der Öffentlichkeit vorgestellt. Das herrliche Frühlingswetter hatte zahlreiche Besucher angelockt. Thomas, ein Bewohner des Auhofs, eröffnete die Feier mit einer Weise auf seinem Glockenspiel. "Unser Anfang geschehe im Namen des Herrn", begann Diakon Gerhard Lechner, als er die Besucher unter dem Ostereierbaum willkommen hieß. Die Gitarristin Hannah Bock und der Hang-Spieler Enrique Gulin begleiteten den Gottesdienst musikalisch. Lechner stellte das Ei als Symbol des Lebens heraus. Zu Ostern werde aus der Dunkelheit des Karfreitags das Licht der Auferstehung. Aus dem Tod werde Leben. "Ins Wasser fällt ein Stein … und zieht doch weite Kreise", sang die Gemeinde. Passend zur Thematik des Ostereierbaums.

Wie Carolin Engelbrecht ausführte, habe das klein begonnene Projekt inzwischen schon weite Kreise gezogen. Rund 6000 Eier wurden bereits abgegeben. Sie ist optimistisch, das gesteckte Ziel zu erreichen. Die größten Spender sind bisher der Wertstoffhof Gunzenhausen und das Kinderhaus Nikodemus in Nürnberg mit jeweils rund 1000 Eiern gewesen. Von der Helene-von-Forster-Grundschule in Nürnberg sind 600 Eier eingetroffen.

Carolin Engelbrecht möchte mit dieser Aktion die Vielfalt der Menschen herausstellen. Jeder ist anders, jeder ist einmalig. Schon viele Menschen habe man erreicht. Viele kämen, um sich unter dem Baum fotografieren zu lassen. "Tante Caro" verteilte die neu eingetroffenen Ostereier an die Kinder, die sie begeistert, oft mit Hilfe der Eltern, an den Baum hängten. Mit einem Dankgebet, dem Vater Unser und dem Segen ging der Gottesdienst zu Ende.

An der Pforte abgeben

"Einige Eier fehlen noch", meinte Diakon Grundmann scherzhaft. Aber er glaubt, dass nach den Feiertagen, wenn die Osterbrunnen und die häuslichen Osterbäume abdekoriert werden, viele weitere Spenden eintreffen werden. Die Ostereier können an der Pforte des Auhofs abgegeben werden. Jeder bekommt nach Abschluss der Aktion die gleiche Anzahl an Eiern zurück, die er gegeben hat. Aber es sind die Eier der anderen. Damit will man die Menschen näher zusammenbringen.

"Ostern geht bis Pfingsten", fuhr Grundmann fort, also ist noch bis zum 15. Mai Zeit, um das ehrgeizige Ziel zu erreichen. Wovor er etwas Angst hat, wäre ein heftiger Frühjahrssturm. Er bot eine Führung durch den Auhof an und einen Film über die Ostereieraktion.

Und da kam auch schon der Osterhase in Gestalt von Carolin Engelbrecht angehoppelt, um die Kinder zu beschenken. Viele waren aber bereits zum Erlebnisbauernhof abgewandert, dem nächsten Ziel Osterhasen.

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