Antrag zurückgezogen

Eher eine Schule? Keine Kita für Roths Altbürgermeister Hans Weiß

30.7.2021, 06:04 Uhr
Altbürgermeister Hans Weiß (rechts)  ist im Jahr 2009 verstorben.

Altbürgermeister Hans Weiß (rechts)  ist im Jahr 2009 verstorben. © Archiv, NN

„Hans-Weiß-Kindertagesstätte“, so sollte die neue Kita auf der Kupferplatte künftig heißen. Den Antrag dafür hatte die Fraktion der Freien Wähler an den Stadtrat gestellt, und bei der jüngsten Sitzung stand er auf der Tagesordnung. Doch dann wurde er wieder gestrichen und vertagt.

Was war passiert? Schon lange ist geplant, dem verdienten früheren Bürgermeister der Kreisstadt Roth ein bleibendes Andenken in Form einer nach ihm benannten Stätte zu bewahren. Die SPD als Partei von Hans Weiß wollte dieses Anliegen kurz nach dem Tod des Kommunalpolitikers in die Tat umsetzen. Ein Antrag auf Umbenennung einer Schule scheiterte damals jedoch, wie Stadtratsmitglieder jetzt berichteten.

Würdigung für Hans Weiß

Der Antrag, den Sonja Möller für die Freien Wähler nun stellte, sollte endlich Bewegung in die Sache bringen. Und die geplante – und noch namenlose – Kita auf der Kupferplatte wäre laut Möller auch die richtige Einrichtung dafür. Ihrer Meinung nach „wäre Hans-Weiß-Haus eine Würdigung dieses Mannes, der sich mit aller Kraft für die Entwicklung seiner Heimatstadt und das Wohlergehen seiner Mitbürger einsetzte“.

Der Antrag sei zwar schon seit ein paar Monaten bekannt, aber erst jetzt, als er die Tagesordnung des Stadtrats erreichte, gewann das Thema plötzlich Aktualität. Zu knapp für eingehende Vorberatung, da die Parteien erst einen Tag vor der Sitzung ihre Fraktionen zusammenriefen.

Schwierige Kommunkation

„Hans Weiß war Lehrer“, stellt Sven Ehrhardt (SPD) auf Nachfrage klar. Ideal sei also, eine Schule nach ihm zu benennen. Was CSU-Fraktionssprecher Dr. Daniel Matulla genauso sieht. Bei der Sitzung verweist er auf "Schwierigkeiten bei der Kommunikation untereinander", deshalb wolle man das Thema gern noch einmal jeweils in den eigenen und mit den anderen Fraktionen beraten – ohne die Gefahr einer erneuten Niederlage.

Also bat Matulla kurzerhand um Vertagung – und erntete einhellige Zustimmung. Für Karl Schnitzlein und Sonja Möller von den Freien Wählern geht das völlig in Ordnung. Möller fügt jedoch an: „Ich will halt, dass endlich was passiert.“

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