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Samstag, 20.07.2019

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Eine Lücke auf dem Kirchweih-Festplatz in Röttenbach

In Röttenbach wird die Kerwa ohne Riesenrad gefeiert - 16.06.2019 16:06 Uhr

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Kerwa in Röttenbach

In Röttenbach wurde Kerwa gefeiert.


Aus einer 25-Meter-Fichte wurde in Röttenbach der prächtige Kirchweihbaum. Ein geschmückter Traktor zog ihn zum Festplatz. © Foto: Johann Schrenk


Um den Festplatz gruppierten sich zwar einige Schaustellerbetriebe und zwei Kinderkarussells, doch klaffte neben dem Festzelt unübersehbar eine Lücke. Ein Schild klärte die erstaunten Besucher auf: "Hier sollte unser Riesenrad stehen. Leider hat uns der Schausteller versetzt. In der Kürze der Zeit konnte leider kein Ersatz beschafft werden. Wir hoffen, dass es nächstes Jahr wieder klappt. Ihr Festwirt Gruber und die Gemeinde Röttenbach."

Den ersten Abend im Festzelt gestaltete die Band "Blitzlicht". Der Veranstalter zeigte sich allerdings nicht zufrieden mit dem Besuch. "Es kamen weniger Gäste ins Festzelt als im vergangenen Jahr" klagte er. Dass es an der Absage des größten Fahrgeschäftes liegen könne, glaubte er nicht.

Am Samstagmorgen machten sich in aller Frühe Feuerwehrleute aus Röttenbach auf den Weg in den Gemeindewald, um eine 25 Meter hohe Fichte zu schlagen, die für dieses Jahr als Kirchweihbaum auserkoren wurde. Bis auf die Spitze wurde der Baum gleich vor Ort vom Astwerk befreit und auf einem Hänger ins alte Dorfzentrum bei der Ulrichskirche gebracht.

Dort wartete schon die männliche Landjugend, um den Baumstamm zu schälen und zu dekorieren. Zeitgleich versammelten sich Vertreterinnen der weiblichen Landjugend, um die Baumspitze, zwei Baumkränze und den Traktor zu schmücken, mit dem der Baum im Rahmen des Kirchweihumzuges zum Festplatz gefahren werden sollte. Dazu versammelten sich in der Deutschherrnstraße die Vertreter der Vereine, um gemeinsam den Festzug zu bilden, der dann mit musikalischer Begleitung durch den Musikverein über die Mühlstetter Straße zum Festplatz zog.

Dort wurden die Festzugsteilnehmer bereits von den Vertretern der Gemeinde und Gästen aus den Nachbargemeinden erwartet und musikalisch begrüßt. Die Feuerwehr sorgte mit vereinten Kräften unter Anleitung ihres Kommandanten Robert Fleischer für das Aufrichten der 25 Meter hohen geschmückten Kirchweihfichte.

Nach einer Tanzeinlage der Landjugend strömten die Besucher ins Festzelt beziehungsweise auf die Tische draußen, um sich mit Brotzeit und einer frisch eingeschenkter Maß Bier zu stärken. Die Kinder nutzten die beiden Fahrgeschäfte und ein in aller Eile als "Ersatz" herbeigeschafftes Trampolin, bevor im Festzelt die fränkisch-oberpfälzische Musikgruppe "Zefix" für Stimmung sorgte. Leonhard Hartl und seine fünf Musiker hatten die ganze Angebotspalette im Koffer, vom Schneewalzer bis zur Hardrock-Musik von ACDC. Das Festzelt war an diesem Abend gut besucht. Heute, Montag, spielt Otto Schmidpeter um 10 Uhr im Festzelt zum Weißwurstfrühschoppen auf. Der Familiennachmittag lockt mit günstigen Angeboten bei den Fahrgeschäften, und um 14 Uhr begrüßt der Kasperl die Kinder im Festzelt.

Die Röttenbacher Kirchweih endet traditionsgemäß am Montagabend mit dem "Großen Kirchweihausklang" – es spielen die "Ganoven" im Festzelt – und mit dem "Großen Brillant Höhenfeuerwerk" auf der Festwiese.

  

JOHANN SCHRENK

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