Erhart mit Lehrjahr in den GT Masters zufrieden

11.10.2016, 20:00 Uhr
Elia Erhart in seinem Lamborghini auf dem Hockenheim-Ring. In den ADAC GT Masters belegt er am Ende Platz 48. In den letzten vier Rennen war der Röttenbacher jedoch nahe an den Top-Teams dran.

Elia Erhart in seinem Lamborghini auf dem Hockenheim-Ring. In den ADAC GT Masters belegt er am Ende Platz 48. In den letzten vier Rennen war der Röttenbacher jedoch nahe an den Top-Teams dran. © Gruppe C

„Das ist eine richtig gute Serie“, bilanzierte der Elia Erhart nach dem Finale der sieben Rennwochenenden mit der je zwei Läufe umfassenden GT Masters-Saison in Hockenheim. „Ich habe mich jedenfalls super gefühlt.“

Freilich sei es für ihn und seinen niederländischen Partner Kelvin Snoeks sowie ihren mehr als 500 PS starken Lamborghini Huracán ein Lehrjahr gewesen. Was jedoch nichts daran ändert, dass der 28 Jahre alte Röttenbacher in der Sportwagenserie, in der sich heuer acht Marken tummelten und es sehr eng zuging, „sehr gut zurechtgekommen“ ist. Was auch darauf zurückführen ist, „dass wir in den letzten vier Masters-Durchgängen immer nahe an den Topteams und damit auch den ersten zehn Plätzen dran waren, für die es Punkte gibt“. Allerdings gab es mit Ausnahme des zweiten Rennens im österreichischen Spielberg keine weiteren Zähler. Das war zum Teil auf kleine Fehler zurückzuführen, die ab und zu Strafen nach sich zogen und damit die Fahrt in die Punkteränge vereitelten.

So auch beim spannenden Finale in Hockenheim. In der Qualifikation zum ersten Rennen auf dem 4,574 Kilometer langen Kurs fuhr das Duo Erhart/Snoeks auf nasser Bahn als bester Lamborghini auf den achten Startplatz – so gut waren sie nie zuvor in ihrem ersten Jahr. Doch das Rennen hatte kaum begonnen, da flog der Niederländer von der Strecke und riss zwei Kollegen mit. „Das Auto war danach völlig platt“, sagte Erhart. „Es war eigentlich alles kaputt, was so kaputt gehen konnte.“ Damit war die hervorragende Ausgangsposition für die nächsten Punkte dahin.

Mechaniker machten durch

Über Nacht bauten die Männer des österreichischen HB Racing Teams den schwer beschädigten Huracán wieder auf. Um Punkt 9 Uhr am Tag darauf war das Auto wieder fahrbereit. „Wir waren mit dem neu aufgebauten Auto gut unterwegs, absolvierten ein paar sehr schnelle Runden“, sagte Erhart nach dem Qualifying. Doch aufgrund einer Strafe, die der Unfall vom Vortag nach sich zog, musste das Duo vom letzten Startplatz aus ins Sonntagsrennen gehen.

Erhart arbeitete sich bis auf Platz 18 vor, doch dann entpuppte sich eine PS-starke Corvette als unüberwindbares Hindernis. „Wenn ich das amerikanische Auto in der Kurve überholte, fuhr dieses auf den Geraden wieder vorbei.“ Von daher sei nicht mehr als Rang 18 drin gewesen.

„Ansonsten war aber alles gut“, sagte Erhart. „Nur sind wir leider auch dieses Mal nicht für unsere gute Leistung belohnt worden.“ Wie zuletzt in Zandvoort, wo der Röttenbacher ganz nahe an den Punkten war, ehe sich ein ungeduldiger Konkurrent rabiat vorbei zwängte und den Lamborghini rammte.

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