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Erste Corona-Mutation in Schwabach nachgewiesen

Um welche Variante es sich handelt, ist noch offen - 02.02.2021 13:26 Uhr

Bei einer Schwabacherin und ihrem Mann wurden Mutationen des Coronavirus festgestellt.

13.06.2020 © Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa


Stadtrechtsrat Knut Engelbrecht und Dr. Stefan Schmitzer, der Leiter des Gesundheitsamtes Roth-Schwabach, bestätigten den Fall. Bei "Patientin Null" handelt es sich laut Gesundheitsamt um eine 62-jährige Schwabacherin, die in Nürnberg arbeitet.


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Ob sich die Frau an ihrem Arbeitsplatz angesteckt hat, ist aber unklar. Klar ist jedenfalls, dass sie am 21. Januar über corona-typische Symptome klagte. Ihr Hausarzt nahm am folgenden Tag einen Abstrich, am 24. Januar erhielt die Frau einen positiven Befund.

Die Probe wurde darüber hinaus im Labor sequenziert, also genauer untersucht, so wie das in Bayern inzwischen bei fünf bis zehn Prozent aller positiver Tests gemacht wird. Ergebnis: Es handelte sich um eine der Corona-Mutationen. Diese Mutanten gelten zwar nicht unbedingt als gefährlicher als das ursprüngliche Virus. Sie können aber viel ansteckender sein.


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In der Tat steckte die Frau mindestens ihren Ehemann an. Weitere Kontaktpersonen, die allesamt keine Symptome haben, werden derzeit vom Gesundheitsamt überwacht.

Vermutlich schon viel präsenter als wir uns das vorgestellt haben

Nach Aussage von Stefan Schmitzer hatte die 62-Jährige einen schweren Krankheitsverlauf, auch nach zehn Tagen ist sie noch nicht symp -tomfrei. Ihren Ehemann hat es ebenfalls vergleichsweise schwer erwischt. Ins Krankenhaus mussten beide aber nicht.

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Sowohl Schmitzer wie der Schwabacher Stadtrechtsrat Knut Engelbrecht gehen davon aus, dass die zwei Schwabacher Fälle die ersten, aber sicher nicht die letzten Fälle von Corona-Mutationen sein werden. "Die Varianten sind vermutlich schon viel präsenter, als wir uns das vorgestellt haben", so Engelbrecht.


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Die mit Corona-Mutanten infizierten Bürger werden strenger überwacht als Träger des bekannten Coronavirus. Sie werden nicht wie sonst üblich nach zehn Tagen ohne weiteren Test aus der Quarantäne entlassen, sofern sie 48 Stunden lang symp-tomfrei sind. Stattdessen gibt es tägliche Nachfragen. Und am Ende der Maßnahme muss ein – negativer – Test stehen.

ROBERT GERNER

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