Sonntag, 11.04.2021

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Export aus Heideck: Bezugsfertige Labormodule für PCR-Analysen

Das Institut für Virologie der TU München bekam von der HT Group übers Wochenende sechs Container. - 20.03.2021 12:00 Uhr

So sieht der Auftrag in der Fertigungshalle in Heideck aus. Die Module werden auf den Aufliegern für den Schwertransport komplett vormontiert

19.03.2021 © Foto: HT Group


Das Gebäude besteht aus nachhaltigen Werkstoffen: Lärchen-Fassade als Sonnenschutz, reduzierte Betonstruktur und wiederverwertbare Metallkonstruktionen, begrünter Dachaufbau.

Die Installation des Gebäudes erfolgte in nur 36 Stunden. Und das auch noch unter erschwerten Umständen. Jetzt kann die Laborausstattung eingebaut und die Anbindung der Versorgungs- und IT-Leitungen mit dem Bestandsgebäude erfolgen.

Der Transport und das Heben der Module erfolgte über den Versorgungshof des Klinikums rechts der Isar. Die Installation war nur in einem kurzen Zeitfenster von Freitagmittag bis Samstagabend möglich. Gleichzeitig musste die enge Zufahrt permanent für die Anlieferung von Medikamenten und Impfstoffen freigehalten werden.

Der Modulbau erweitert die Fläche für Labordiagnostik um 140 Quadratmeter und schafft die baulichen sowie technischen Voraussetzungen für die Erweiterung der Laborkapazität um zusätzliche Testgeräte, Laborwerkbänke und sieben Arbeitsplätze für Ärzte. Die Lieferung erfolgte mit Hilfe von sieben Schwertransporten direkt vom Werk zum Baufeld.

Der statische Unterbau war am Vortag geliefert worden, in Position gebracht und fixiert. Von Auftrag bis Lieferung vergingen lediglich zehn Wochen.

Schnell und prozesssicher

Der Neubau am Institut für Virologie der TU München ist nötig geworden, um die stetig wachsende Zahl an PCR-Analysen für Corona-Tests zeitnah zu bewältigen. Die HT Group bietet für besonders zeitkritische Bauvorhaben vorgefertigte Lösungen für den Innenausbau oder inklusive Gebäude an.

Ein Kran hob die Container auf ihren Platz am Klinikum rechts der Isar. Die enge Zufahrt wurde dabei frei gehalten.

19.03.2021 © Foto: HT Group


Dadurch ist es möglich, das Gebäude innerhalb von wenigen Wochen bezugsfertig und – noch wichtiger – prozesssicher für den Betrieb zu liefern – Planung, Bau und Inbetriebnahme eingeschlossen. Das Gestaltungskonzept ermöglicht die variable Anordnung von Räumen und Nutzungseinheiten mit unterschiedlichen labortechnischen und klinischen Anforderungen.

Das Bauprojekt am Institut für Virologie der TU München zeigt, dass sich kurze Projektlaufzeiten und die Realisierung von hohen Anforderungen an Innenausbau in Kombination mit Gebäudetechnik durch die vorgefertigte Lösung gleichzeitig umsetzen lassen. Ziel war es, das Labor in Kooperation mit dem staatlichen Bauamt München, der TU und dem Klinikum rechts der Isar Mitte März in Betrieb zu nehmen und mit dem Testen zu beginnen.

Das Sicherheitslabor der biologischen Schutzstufe 2 ist zunächst für den Nachweis von Viren vorgesehen. Untersucht werden Abstriche aus dem Nasen-Rachenraum sowie biologisches Material, das aus Lunge und tieferen Atemwegen abgesaugt wurde. Des Weiteren: Blut-, Biopsie- und Umweltproben.

Gemäß Gefährdungsbeurteilung können die Proben Erreger der Risikogruppen 2 und 3 enthalten, also beispielsweise SARS-CoV-2. Da es sich um so genannte nicht gezielte Tätigkeiten handelt, werden die baulichen, technischen und organisatorischen Maßnahmen der biologischen Schutzstufe 2 umgesetzt. Die Ausgestaltung der räumlichen und technischen Details erfolgte in Kooperation mit Prof. Dr. Protzer und ihrem Team vom Institut für Virologie der TU.

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