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Donnerstag, 19.09.2019

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Fehlschüsse und Sand

Laser-Run-WM in Budapest mit Tücken für die TSG-Athleten Philipp Frik und Marcus Schattner. - 10.09.2019 17:34 Uhr

Die Medaille für Barbara Oettinger und Marcus Schattner hatte die einheitliche Farbe „Bronze“. Die uneinheitlichen Trikots kosteten zehn Sekunden Zeitstrafe. © Foto: privat


Im Gegensatz zu den Fünfkämpfer schenken sich die Laser-Runner das Degenfechten, Schwimmen sowie das Springreiten und starten gleich mit der Kombination aus Laserschießen und Geländelauf. Philipp Frik und Marcus Schattner aus Roth hatten sich bei der EM in Weiden für die WM qualifiziert (wir berichteten) und erlebten erst einmal ein tiefes Geläuf. Die Lauf- war ausnahmslos eine Reitstrecke und bestand aus weichem, tiefem Sand. Die böse Überraschung für Philipp Frik: Seine Partnerin musste passen, der Staffelstart fiel für ihn deshalb aus.

Schattner, der in der Klasse 50+ als Europameister unterwegs war, kam als erfahrener Triathlet mit dem Laufuntergrund zwar hervorragend zurecht und war einer der schnellsten, bot aber seine bisher schlechteste Schießleistung im Wettkampf. So ließ er in der "shooting area" viel zu viele Sekunden liegen, die auf den sehr kurzen Laufrunden von 400 Meter nicht gutzumachen waren. Immerhin verkürzte er die Lücken nach vorne immer wieder und erreichte in der Endabrechnung Platz fünf. Auch seine deutschen Teamkameraden in dieser Altersklasse, Hans-Jörg Kuck und Gregor Olejarz, riefen ihre erwarteten Leistungen ab. So erreichte das Trio in der Mannschaftswertung die Bronzemedaille. Auf Platz zwei, den sich die Franzosen sicherten, fehlten zwei Sekunden.

Frik musste in der Seniorenklasse (22 bis 39 Jahre) Runden von 800 Meter laufen, hatte aber mit zunehmender Wettkampfdauer immer mehr mit dem ungewohnt weichen Boden zu kämpfen. Auch er erwischte nicht seinen besten Schießtag. Nur einmal schaffte er es, fehlerfrei aus dem Schießstand herauszulaufen. Das war bei dem hohen internationalen Niveau natürlich zu wenig. Immerhin erkämpfte er sich mit Rang 22 einen Platz im Mittelfeld.

Bei den Staffeln mussten sich in der sehr stark besetzten Klasse 50+ Barbara Oettinger und Marcus Schattner vor allem gegen die starken und zahlreichen Teams aus Großbritannien und Frankreich wehren. Dummerweise unterlief Oettinger ein Fehler, den man von der Präsidentin des baden-württembergischen Fünfkampfverbandes nicht erwartet hätte: Sie erschien mit einem falschen Trikot. Da damit das deutsche Team nicht einheitlich gekleidet war, bekam es am Start eine Zehn-Sekunden-Zeitstrafe.

Schnellste Laufrunde

Dennoch behielten beide die Nerven. Oettinger arbeitete sich beim ersten Durchgang Schießen-Laufen ins Mittelfeld vor und verteidigte diese Position auch im zweiten Durchgang. Vorne war das Team England 1 zwar schon enteilt, aber alle anderen Nationen waren noch in Schlagweite. Mit nur einem Fehlschuss und der schnellsten Laufrunde des Feldes schob sich Schattner noch weiter nach vorne. Da an diesem Tag auch das zweite Schießen klappte, überholte er England 2 zu Beginn der Abschlussrunde. Den Franzosen konnte er zwar nicht mehr gefährlich werden, aber immerhin sicherte er Deutschland auch hier die Bronzemedaille. 

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