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Sonntag, 25.10.2020

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Feuerwehrauto von 1986: Veraltet und mit Mängeln

Im Röttenbacher Fahrzeug fehlen Sicherheitsgurte - Leistungsverlust am Motor - 22.09.2020 17:21 Uhr

Der Mercedes-Benz 1222 wie das Exemplar aus Röttenbach gehörte – neben dem Magirus-Deutz 170D11 – einst in den 1980er-Jahren zur Standardausrüstung vieler Feuerwehren. Nun wird es Zeit für Ersatz.

© Foto: Feuerwehr Röttenbach-Mühlstetten


Der örtliche Feuerwehr-Kommandant Günther Penzenstadler monierte neben fehlenden Sicherheitsgurten und einer veralteten Beleuchtungsanlage auch Leistungsverluste beim Motor und Mängel bei der Verwendbarkeit der Pumpe. Gemäß dem aktuell geltenden Feuerwehr-Bedarfsplan, der von einem Ingenieurbüro für die Zeit bis Frühjahr 2021 erstellt wird, habe das Ingenieurbüro nach einer Vorort-Besichtigung des alten Fahrzeugs zu einer sofortigen Ersatzbeschaffung geraten. Man müsse die Anschaffung von Ersatz sogar noch vor dem Abschluss des Bedarfsplans im kommenden Frühjahr bewerkstelligen. Dabei müsse die heute erforderliche Löschwasserkapazität von 2000 Litern ebenso berücksichtigt werden wie der Einsatz einer modernen Beleuchtungsanlage, mit der man etwa ein Unfallgeschehen auf der Bundesstraße 2 nachts optimal ausleuchten könne.

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In der Diskussion im Gemeinderat wurde nach der Möglichkeit gefragt, etwa die fehlerhafte Pumpe im vorhandenen Fahrzeug zu ersetzen. Dazu gab Penzenstadler klar zu verstehen, dass die Herstellerfirmen der Löschfahrzeuge in der Regel keine Ersatzteile mehr für Fahrzeuge auf Lager halten, die schon älter als 25 Jahre sind. Bürgermeister Thomas Schneider gab bekannt, dass man Anschaffungskosten für ein neues Feuerwehrfahrzeug bereits in der mittelfristigen Haushaltsplanung berücksichtigt habe.


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Eventuell werde man mit einer anderen Gemeinde zusammen eine Fahrzeugbestellung aufgeben, da es dafür einen Zuschuss von 6000 Euro geben würde. Es müsste sich dann allerdings um baugleiche Fahrzeuge handeln. Auch die Werkstatt für Reparaturen sollte nicht zu weit von Röttenbach entfernt sein.

Das neue Fahrzeug sollte spätestens im Jahr 2022 in Dienst gestellt werden können. Die langen Lieferzeiten würden hier keine kürzere Bezugszeit zulassen. Nachdem der Gemeinderat der Anschaffung zugestimmt hatte, gab Bürgermeister Schneider bekannt, dass man nun mit der Ausschreibung dafür beginnen wolle.

JOHANN SCHRENK E-Mail

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