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Sonntag, 16.06.2019

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Fidel Castro tanzt mit Super-Mario

Thalmässing: Bei der Kracher–Fete der Faschingsfreunde gab es kein Halten mehr - 10.02.2019 15:23 Uhr

Bis tief in die Nacht feierte das Narrenvolk bei der Thalmässinger Faschingsfete. Praktisch, dass einige schon ihr „Nachtgewand“ angezogen hatten und so gleich ins Bett konnten ...


Wenn nicht gerade eine der vielen Gruppen aus nah und fern auf der Bühne ihre Darbietungen zeigte, dann drehten sich die vielen Besucher zu den stimmungsvollen Klängen der "Just-Fun-Band" im Kreise. Bis nach Mitternacht ging das offizielle Programm, durch das der Vorsitzende der Faschingsfreunde, Erwin Schneider, führte. Danach wurde noch bis spät in die Nacht weitergefeiert.

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Bilder: So fröhlich feierten die Thalmässinger Faschingsfreunde 2019

Die Thalmässinger wissen, wie man Fasching feiert. Das bewiesen sie einmal mehr am Samstag bei ihrer großen Faschingsfete in der Turnhalle. Der Einladung der "Faschingsfreunde Thalmässing" folgten neben vielen originell kostümierten Besuchern auch jede Menge Tanz- und Musikgruppen aus Nah und Fern.


Das galt zumindest für die Erwachsenen; die Kinder sollten dann eigentlich schon im Bett liegen. Daher hat man den Auftritt der Thalmässinger "Purzelgarde" ganz an den Anfang des Abends gesetzt. In farbenfrohen Perücken, Röcken und Strümpfen hüpften und tanzten sie über die Bühne, und bauten auch eine kleine Einrad-Nummer in ihre Vorstellung ein. Ehrensache, dass alle der kleinen Purzelkinder einen Faschingsorden überreicht bekamen, was übrigens auch für alle anderen Gruppen galt, inklusive der jeweiligen Trainerin. Ein bisschen älter waren anschließend die Mädels der Thalmässinger Garde, die nach ihrem energischen Einmarsch auf der Bühne ordentlich die Beine fliegen ließen und viel Applaus bekamen. Das galt auch für die Thalmässinger Showtanzgruppe, die eine anspruchsvolle Choreografie zu bieten hatte und auch bei ihrer Zugabe sportliche Höchstleistung ablieferte.

Der Thalmässinger Faschingsnachwuchs trat als Purzelgarde auf, die sogar eine Einrad-Einlage in ihre Show mit einbaute. © Fotos: Tobias Tschapka


Nach diesen "einheimischen" Gewächsen aus der original Thalmässinger Faschingsschmiede bekamen auch viele befreundete und gleichgesinnte Gruppen aus der Nachbarschaft und darüber hinaus die Gelegenheit, ihr Können dem geschulten Auge des Thalmässinger Fachpublikums unter Beweis zu stellen. Den Anfang machte die Showtanzgruppe aus Meckenhausen, die sich – passend zum diesjährigen "Zirkus"-Motto der Faschingsfreunde – in rote Paradeuniformen geworfen hatte, die dem Zirkusdirektor-Kostüm von Moderator Erwin Schneider fast schon Konkurrenz machte. Zu wummernden Bässen zeigten sie eine beeindruckende Tanzdarbietung mit viel Beinarbeit, und natürlich durften dabei auch die obligatorischen Menschenpyramiden nicht fehlen.

Punks und Prinzessinnen

Zeit für eine erneute Tanzrunde, bei der man die lustigsten Gestalten entdecken konnte. Da drehte sich Fidel Castro in grüner Uniform im Kreise mit einer feschen Blondine, oder der legendäre Computerspiel-Klempner Super-Mario tanzte mit seinem Bruder Luigi. Es tummelten sich waschechte Punks, bezaubernde Prinzessinnen oder niedliche Käfer auf der Tanzfläche.

Dann wurde es laut in der Stadthalle, ohrenbetäubend laut, denn Thalmässing bekam Besuch von der Guggenmusik-Kapelle "Wasserschnalzer Schludda Gugga" aus Wasseralfingen aus der Nähe von Aalen, die mit Abstand den längsten Anreiseweg auf sich genommen hatte. Nicht zuletzt darum war es für Moderator Erwin Schneider eine ganz besondere Ehre, diese in frischem Froschgrün mit viel Neonlicht auftretende Kapelle begrüßen zu dürfen, zumal diese heuer auch noch ihr 22-jähriges Bestehen feiern. "Wir haben uns irgendwann mal auf irgendeinem Faschingsumzug kennengelernt, und daraus ist eine tiefe Freundschaft geworden", betonte Schneider. Da die Bühne zu klein war für die vielköpfigen Trommler und Trompeter, war auch der Bereich vor der Bühne voll mit Musikern, die ihr Publikum mit einem Medley aus bekannten Melodien beschallten, und zwar so druckvoll, dass sich manch einer die Ohren zuhalten musste.

Inmitten der Guggenmusiker bat Schneider dann auch noch Bürgermeister Georg Küttinger auf die Bühne, der wohl eine Art Ritter darstellte mit seinem Nudelsieb auf dem Kopf, und bedankte sich für die Unterstützung der Gemeinde für die große Faschingsfete.

Bei der Gelegenheit bekam Küttinger natürlich auch noch den Orden der Faschingsfreunde überreicht, ebenso wie der neue Pfarrer Alfons Hutter, wegen dem übrigens sogar ein paar Gäste aus seiner alten Wirkungsstätte Fürstenfeldbruck zur Party gekommen waren.

Danach war aber noch lange nicht Schluss. Es folgten noch Auftritte von Besuchern aus Altmannstein sowie von der Gredonia samt Abordnung, Tanzmariechen und Prinzenpaar, und natürlich das Männerballett mit einer umwerfend komischen Nummer rund um grüne Pflanzen und bunte Schmetterlinge, welches am Vormittag beim Seniorenfasching schon seine "Generalprobe" bestand.

  

TOBIAS TSCHAPKA

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