Freitag, 16.04.2021

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Geflügelpest auf dem Vormarsch: Nächster fränkischer Kreis betroffen

Um Ausbreitung zu verhindern, hat das Landratsamt Anordnungen getroffen - 03.03.2021 18:29 Uhr

Verendete Wildgänse sind im Landkreis Roth gefunden worden. Sie waren mit dem Geflügelpest-Virus infiziert. Nun hat das Landratsamt reagiert.

09.09.2016 © Hans-Joachim Winckler


Wie es in der Mitteilung weiter heißt, wurden bei verendeten Wildgänsen die Geflügelpest-Viren vom Typ H5N5 und H5N8 durch das nationale Referenzlabor am Friedrich-Loeffler-Institut nachgewiesen.


Geflügelpest in Bayern: Verendete Vögel in fränkischem Tierpark


"Auf Grund der positiven Befunde im Wildvogelbestand, der Risikoanalyse für den Landkreis und dem dynamischen Seuchengeschehen in Mittelfranken werden im gesamten Landkreis Roth Schutzmaßnahmen angeordnet", so das Landratsamt.

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Die Behörde hat deshalb am späten Mittwochnachmittag eine Allgemeinverfügung erlassen, aus der die entsprechenden Schutzmaßnahmen hervorgehen. Die Allgemeinverfügung ist hier veröffentlicht. 

Ansteckung von Menschen in Deutschland nicht bekannt

Die Betriebe sind verpflichtet, ihr Geflügel aufzustallen und die allgemeinen Hygiene- und Biosicherheitsmaßnahmen konsequent einzuhalten.

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Eine Ansteckung des Menschen mit dem Erreger über infizierte Vögel oder deren Ausscheidungen ist in Deutschland bislang nicht bekannt geworden. Enger Kontakt zu krankem oder verendetem Geflügel sollte vermieden und tot aufgefundene Wildvögel sollten nicht berührt oder bewegt werden. Werden mehrere Vögel an einem Ort tot aufgefunden, wird um eine entsprechende Information des Veterinäramtes gebeten.

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