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Dienstag, 16.07.2019

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Gospel-Workshop mit Jimmy Potratz

Der Büchenbacher lädt im Juli in die Benediktinerabtei Plankstetten ein - 19.06.2019 14:54 Uhr

Jimmy Brooks-Potratz bietet im Juli einen Gospel-Workshop an. © Marco Frömter


Klingt gut: Seit einem Vierteljahrhundert gilt er als Garant für authentische und urtypische Gospelmusik – der "Wilson-Gospelchor". Und das nicht nur in der Region. Chorleiter Jimmy Brooks-Potratz ist von Anfang an dabei und musikalisch keineswegs müde geworden. Im Gegenteil: Der "Amerikanische Reverend" aus Büchenbach bietet dieses Jahr "Gospel-Workshops" an, um diese besondere Art von Kirchenmusik einem noch breiteren Publikum schmackhaft zu machen.

Doch die Welt sah zu Zeiten der Gründung des "Wilson Gospel Choir" noch etwas anders aus: Hinter streng bewachten Kasernenzäunen in den ehemaligen Liegenschaften der "US-Army Military Community Nürnberg-Fürth" ist nicht nur militärisch exerziert worden. Im "Little America" – sprich in den US-Kasernen – war die Infrastruktur typisch amerikanisch: Kinos, Einkaufszentren und Restaurants sorgten dafür, dass sich die "GI’s" wie zu Hause fühlten – dazu gehörten auch Kirchen.

In diesen sogenannten "On-Post-Chapels" fand auch Jimmy Brooks-Potratz ein zweites Heim; zumindest musikalisch. Denn: Gospel fesselte ihn schon immer. Als Sänger und Musiker übernahm er schließlich die Chorleitung und die Funktion des "Minister of Music" des US-Army-Gospelchors in der Erlanger Ferris Kaserne: "Ich bin der bisher einzige Deutsche, der in einer US-Army Baptist-Church zu so einem Amt kam", erklärt Brooks-Potratz stolz.

Mitte der 1990er zogen die Amerikaner komplett aus dem Nürnberger Raum ab. Den "Wilson-Gospelchor" ließ er aber nicht gehen. Schrittweise wandelte sich das Bild: Nach und nach konnten die Lücken der einzelnen Stimmlagen mit singbegeisterten deutschen Sängern aus der Region gefüllt werden. Heute zählt die Sangesriege über 40 Mitglieder aus dem kompletten mittelfränkischen Raum.

Dennoch, Nachwuchstalente würden immer gesucht: "Derzeit benötigen wir noch Männerstimmen und einen Gitarristen". Geprobt werde einmal die Woche immer freitags in Schwanstetten. Dabei gilt: "Strictly American." Ziel sei es, Auftritte und Gesang so originalgetreu wie nur möglich aufzuführen. "Für Show, Glitter und Glamour ist bei uns kein Platz", so Brooks-Potratz.

Als nächstes Projekt steht nun ein "Gospel-Workshop" im Terminkalender. Unter dem Motto "Das Lied, das meine Seele singt", will sich Brooks-Potratz mit der Entstehung von Gospel beschäftigen. Die Teilnehmer werden mit ihm biblische Texte singen: "Psalm-Vertonungen, Lobpreislieder und Texte aus dem Leben laden im Gospelgewand zu einer besonderen, innigen Art der Kommunikation mit Gott und untereinander ein", so Brooks-Potratz.

Good Vibrations

Das Einstudieren der Lieder und die musikalische Begleitung sollen ein komplettes Wochenende zu einem unvergesslichen Erlebnis machen – gefüllt mit "Good Vibrations". Chorsängerische Erfahrungen oder Notenkenntnisse seien nicht erforderlich. "Eingeladen sind Sängerinnen und Sänger aller Stimm- und Altersgruppen, die Freude am Gesang zeigen und sich gerne einmal auf etwas Neues einlassen möchten."

Der Workshop findet vom 5. bis 7. Juli in der Benediktinerabtei Plankstetten in Berching statt. Die dabei erarbeiteten Lieder werden übrigens in einer Gospelveranstaltung präsentiert.

Weitere Informationen unter www.kursprogramm-im-kloster.de oder http://www.wilson-gospelchor.de 

MARCO FRÖMTER

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