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Samstag, 19.10.2019

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Große Sätze für Weiß-Blau

Hochspringerin Anna Latzko und Dreispringer Benedikt von Hardenberg bei der Arge Alp im siegreichen Bayern-Team - 17.09.2019 17:00 Uhr

Vor der traumhaften Kulisse der Berg um Innsbruck steuerten Anna Latzko und Benedikt von Hardenberg Punkte zum bayerischen Sieg bei. © Foto: Sebastian Kneifel, BLV


Neun Länder aus vier Nationen traten gegeneinander an: Neben Bayern waren dies Trient und Südtirol für Italien, Tessin, St. Gallen und Graubünden für die Schweiz und sowie drei Teams aus Österreich (Salzburg, Tirol und Vorarlberg). Pro Land und Disziplin waren maximal drei Starter zugelassen, pro Disziplin gab es eine Punktewertung von neun abwärts.

Für Anna Latzko, Jahrgang 2001 vom TSV Wendelstein, war es der erste Einsatz in Blauweiß. Zu verdanken hatte sie die Nominierung einer fantastischen Leistungssteigerung in diesem Jahr mit der Krönung des bayerischen Meistertitels im Juli in Augsburg und persönlicher Besthöhe von 1,68 Metern (wie berichtet). In Innsbruck trat die Schülerin in einem großen Feld von 16 Springerinnen an. Die ersten drei Höhen bis 1,55 Meter nahm sie souverän jeweils im ersten Versuch, bei 1,60 Metern klappte es im dritten, doch bei 1,63 Metern wollte die Latte dann nicht mehr liegen bleiben. Damit wurde sie direkt hinter Laura Gröll aus München Vierte und sicherte damit die sieben Punkte für Team Bayern ab. "Ein paar Zentimeter mehr hatte ich mir schon erhofft", sagte sie nach dem Wettkampf, "aber mit der Platzierung bin ich sehr zufrieden. Ich habe mich riesig gefreut, dass ich dabei sein durfte."

Der Skeptiker gewinnt

In der Abendsonne startete Benedikt von Hardenberg, Jahrgang 2000 vom TV Eckersmühlen, als einziger Kandidat für Bayern im Dreisprung. Nach Urlaub und anschließender Sommergrippe absolvierte er vor dem Wettkampf gerade einmal zwei Trainingseinheiten und war dementsprechend skeptisch. Bei den ersten beiden Sprüngen tat er sich auch noch schwer. Im dritten Versuch setzte er sich mit 13,89 Metern etwas überraschend an die Spitze, wurde aber vom Südtiroler Kollegen mit 13,95 Metern im vierten Durchgang auf Platz zwei verdrängt. Den fünften Versuch ließ der angehende Student wegen leichter Schmerzen im Sprungfuß aus, doch im letzten Sprung wollte er es noch einmal wissen: Wie schon bei den deutschen Meisterschaften war auch hier der sechste der beste.

Mit 14,12 Metern holte er sich Platz eins zurück und kassierte damit neun Punkte für Blauweiß. "Während des Wettkampfs fühlte ich mich immer besser, und vorm letzten Sprung wollte ich dann auch gewinnen", freute er sich über das Ergebnis - und über eine insgesamt großartige Sommersaison mit Platz fünf im Weitsprung und Platz sechs im Dreisprung bei den deutschen U20-Meisterschaften in Ulm (wie ebenfalls berichtet).

Am zweiten Tag sprang Benedikt von Hardenberg kurzfristig an Position zwei in der Vier-mal-100-Meter-Staffel ein. Direkt zuvor war es bei den jungen Bayern-Damen durch einen Sturz beim zweiten Wechsel zu einem Punktausfall gekommen. Umso mehr freuten sich daher alle, dass die Männer-Staffel ins Ziel kam. Sie war zwar nur Vierte ihres Laufs, da der erste Lauf jedoch wesentlich langsamer war, erreichten sie immerhin Rang fünf und holten weitere fünf Punkte für Bayern.

In Summe erreichten die bayerischen Juniorinnen und Junioren, die etliche Absagen – auch ganz kurzfristige – hatten verkraften müssen, nach 34 ausgetragenen Bewerben 222 Punkte und damit Platz eins, genau wie im Vorjahr. Doch dieses Jahr war dies wegen der vielen Absagen selbst fürs Trainerteam überraschend. Entsprechend lautstark fiel der Jubel bei der Siegerehrung aus. Rang zwei ging mit 205 Punkten an Südtirol, Rang drei mit 200 ans Tessin.

cvh

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