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Mittwoch, 23.10.2019

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Gymnasiasten ziehen den Sommer in den April vor

Theater-Gruppe zeigt Shakespeares "Ein Sommernachtstraum" — Lustvolles Verwirrspiel am Freitag und Samstag - 03.04.2019 17:11 Uhr

Originell, mit leichter Hand inszeniert, feiert das Theaterensemble des Gymnasiums mit Shakespeares „Sommernachtstraum“ am morgigen Freitag Premiere. © Foto: Tobias Tschapka


Die humorige Herzschmerz-Geschichte über junge Liebe spielt in den Wäldern rund um Athen in der Nacht zum Maifeiertag. Das Stück wurde zwischen 1595 und 1598 uraufgeführt – damals schrieben die Menschen der Walpurgisnacht magische Kräfte zu, und genau diese sollten auch zwei Liebespaare unfreiwillig ereilen.

Im Mittelpunkt des Verwirrspiels stehen Demetrius (gespielt von Niklas Wieland) und Lysander (Paul Heinlein) sowie ihre Herzdamen Hermia (Thalia Hellfritsch) und Helena (Anastasia Meier), mit denen die Elfen ihren nächtlichen Schabernack treiben. Athens Herzog Theseus (Cedric Theato) bereitet sich auf seine Hochzeit mit der Amazonenkönigin Hippolyta (Lea Wick) vor. Unterdessen liegt im Wald vor der Stadt der Elfenkönig Oberon (Leon Heinloth) im Zwist mit seiner Frau Titania (Lina Stengl). Um sie gefügig zu machen, will er sie mit einem Liebesbann belegen, mit dem Saft einer magischen Blume.

Zur selben Zeit sind auch die beiden Liebespaare im Wald unterwegs. Hermia und Lysander fliehen vor Hermias Vater Egeus (Mark Schwarm), der die beiden auseinanderbringen will. Hermias eigentlicher Verlobter Demetrius verfolgt seinen Nebenbuhler Lysander. Dabei wird Demetrius von der verliebten Helena bedrängt, die um seine Gunst fleht. Elfenkönig Oberon will Helena aus Mitleid helfen und beauftragt seinen Diener Puck (Sofia Heindl), Demetrius mithilfe des Saftes der Zauberblume in Helena verliebt zu machen. Fälschlicherweise wendet Puck den Zauber zunächst bei Lysander, dann, um seinen Fehler wieder gut zu machen, bei Demetrius an. Die zuvor verschmähte Helena wird fortan von zwei Männern begehrt, während Hermia allein bleibt. Beide Frauen verstehen die Welt nicht mehr, und unterdessen ist die Elfenkönigin Titania, ebenfalls mit der Flüssigkeit verzaubert, der Weberin Zettel (Johanna van den Boom) verfallen, deren Kopf Puck in den eines Esels verwandelt hatte.

Verwirrung pur für Menschen, Götter und Elfen gleichermaßen, aber das Happy End der Komödie steht von Beginn an fest. Dafür sorgen die Sprache und der heitere Tonfall der Dialoge, die nahezu unverändert beibehalten wurden. Kostüme in aktualisierten und moderneren Fassungen bringen den Kontrast zum Originalstück. Aufgeführt wird das Ganze auf einer zentralen Hauptbühne mit einem puristischen, sich auf das wesentliche konzentrierende Bühnenbild, welches durch Lichttechnik und Musikeinspielungen alle Orte der Handlung zeigen.

Eine Gemeinschaftsarbeit

Wie seit beinahe zehn Jahren wird auch diesmal das Ensemble wieder durch den Wahlkurs "Bühne und Kostüm" unter der Leitung der Kunstlehrerinnen Kerstin Pezolt und Yvonne Jakob unterstützt, die auch die Plakat- und Programmheftgestaltung übernahmen. Darüber hinaus trägt der Ausschuss "Beleuchtung und Technik" der SMV zum Gelingen bei. Der "Sommernachtstraum" entstand unter der Regie des Deutsch- und Geschichtslehrers Matthias Müller.

Die Gymnasiastinnen und Gymnasiasten der 9., 10. und 11. Jahrgangsstufe kommen am heutigen Donnerstag in den Genuss einer unentgeltlichen Schüleraufführung. Alle anderen sind eingeladen, am Freitag der offiziellen Premiere um 19.30 Uhr (Einlass ab 19 Uhr) beizuwohnen.

Die nächtlichen Wälder Athens befinden sich dann in der neuen Aula des Hilpoltsteiner Gymnasiums. Am Samstag erfolgt eine weitere Vorstellung zur gleichen Zeit. Schüler zahlen drei, Erwachsene fünf Euro.

TOBIAS TSCHAPKA

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