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Dienstag, 16.07.2019

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Hausboot rollt durch Hilpoltstein

Selbst gebautes Wassergefährt wurde mit Traktor an die Lände transportiert. - 18.06.2019 15:14 Uhr

Von einem alten „Hela“-Traktor wurde das selbstgebaute Hausboot zum Main-Donau-Kanal gezogen und dort zu Wasser gelassen. © Foto: Tobias Tschapka


Die Verkehrsteilnehmer, die gestern Vormittag in Hilpoltstein unterwegs waren, staunten nicht schlecht, was sie an ihrem Fortkommen hinderte: Rollte da vor ihnen tatsächlich ein Hausboot auf einem Anhänger durch die Innenstadt, im gemächlichen Tempo von etwa 25 Stundenkilometern, und eskortiert von einer Polizeistreife? In der Tat.

Ein Privatmann hat sich das auffällige Wassergefährt gezimmert und lies es aus dem Wohngebiet hinter dem Hilpoltsteiner Bahnhof transportieren, über den Altstadtring und die Allersberger Straße bis zum Wohnwagenstellplatz "An der Lände" am Main-Donau-Kanal, um es dort zu Wasser zu lassen.

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Ungewöhnlicher Transport: Hausboot rollt durch Hilpoltstein

Am Dienstag rollte ein Hausboot durch Hilpoltstein. Das Wassergefährt eines privaten Besitzers wurde von einem Traktor durch die Innenstadt transportiert. Die Polizei eskortierte die Fahrt zum Kanal. Dort angekommen dauerte es noch einmal eine gute halbe Stunde, bis das Boot mit der Zuhilfenahme eines noch größeren Traktors behutsam ins Wasser gelassen werden konnte.


Viel war von den Schiffseignern über das Warum und Wieso nicht herauszubekommen. Rein optisch erkannte man immerhin, dass in der Kajüte Kühlschrank und Waschbecken vorhanden sind. Die Backbord-Seite schmückten ein paar tibetische Gebetsfahnen, während sich an Steuerbord eine grüne Efeupflanze nach oben rankt. Auf dem Dach der Kajüte thront der Sitz des Kapitäns, von dem aus er sein Hausboot steuern kann. Das Ziel soll dem Vernehmen nach Berlin sein.

Die Polizei gab die Maße des Hausbootes bekannt: Vier Meter hoch, 5,50 Meter lang und 3,60 Meter breit. "Die Breite ist auch der Grund, warum wir den Transport begleiten, das Gewicht von 6,5 Tonnen macht noch keinen Schwertransport aus", so Siegfried Frauenschläger von der Hilpoltsteiner Polizei.

Rund eine halbe Stunde dauerte die Fahrt an die Lände, gezogen wurde das Hausboot von einem Traktor. Am Kanal angekommen dauerte es noch einmal eine gute halbe Stunde, bis das Boot mit einem noch größeren Traktor behutsam ins Wasser gelassen wurde – zur Freude des Besitzers, aber auch vieler Schaulustiger, darunter auch Campinggäste, die das Schauspiel neugierig verfolgten. 

Tobias Tschapka E-Mail

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