Hilpoltstein findet neuen Standort fürs Hallenbad

29.1.2021, 19:00 Uhr
Die untere Fläche im Süden des Grundschulgeländes käme als Standort für ein Hallenbad/Sporthalle in Frage. Dieser Meinung ist die Mehrheit des Hilpoltsteiner Krisenausschusses. Unter dieser Vorgabe sollen jetzt die Planungen forciert werden.

Die untere Fläche im Süden des Grundschulgeländes käme als Standort für ein Hallenbad/Sporthalle in Frage. Dieser Meinung ist die Mehrheit des Hilpoltsteiner Krisenausschusses. Unter dieser Vorgabe sollen jetzt die Planungen forciert werden. © Foto: Stadt Hilpoltstein

In einer Marathonsitzung des Hilpoltsteiner Krisenausschusses schloss sich der Hilpoltsteiner Stadtrat den Beschlussvorlagen aus den Vorberatungen an, die am Dienstag im Livestream zu verfolgen waren .

Was den Standort für den Neubau von Schwimm- und Turnhalle an der Grundschule anbelangt, votierte eine 10:3-Stimmenmehrheit für einen Standort im Süden, also in der Nähe des jetzigen Standortes. Somit wurde der Antrag der CSU, die die beiden Gebäude gerne im Norden des Grundschul-Areals hätte, abgeschmettert. Unter anderem auch wegen der Kosten.


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Wie Planer Gerold Haas, der per Telefon zugeschaltet war, erklärte, lasse sich die nördliche Variante wegen der Felsformationen, die sich dort befänden, baulich schwieriger gestalten als die Süd-Variante. Er schätzte die Mehrkosten auf 900.000 Euro. Die Gesamtkosten für die Nordvariante würden sich auf 2,1 Millionen belaufen, die südliche Variante käme auf 1,2 Millionen.

Auf Linie der Schulleitung

Ausschlaggebendes Argument für die breite Mehrheit des Krisenausschusses war aber das Votum der Schulleitung, die sich ohne Wenn und Aber für die Südvariante ausgesprochen habe, so Bürgermeister Markus Mahl. Christoph Leikam von der Grünen-Fraktion brachte es bei der Diskussion auf den Punkt: "Wir sollten auf die Schulleitung hören".

Dass es während der zweijährigen Bauarbeiten keinen Sport für die Grundschulkinder geben werde, schlossen er und Bürgermeister Mahl aus. Als Alternativen würde sich ein Ausweichen auf die Stadthalle oder Aula anbieten, erklärte Leikam.

Knackpunkt Kirchenstiftung

Trotz langer Vorbesprechung gab es hinsichtlich des Neubaus des Meckenhausener Kindergartens größeren Diskussionsbedarf. So störte es FW-Sprecher Markus Odorfer, dass die Kirchenstiftung nicht eingebunden sei. Schon bei den Vorberatungen hatte Mahl versucht zu erklären, dass die Kirchenstiftung in die Planung involviert sei. Nun soll es in nächster Zeit noch einmal ein Gespräch mit Stiftungsvertretern geben.


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Würden sich in dieser Unterhaltung maßgebliche Kriterien ergeben, würde man dies bei der Planung berücksichtigen. Unabhängig davon sollte nach Ansicht von Bürgermeister Mahl ein Entschluss gefasst werden, um das Projekt endlich auf den Weg zu bringen. Dafür stimmten dann elf Mitglieder des Krisenausschusses (einschließlich des Bürgermeisters).

Erstmal kein Baum für Neubürger

"Für jedes Baby einen Baum", lautete ein Antrag der Grünen-Fraktion. Sollten die Eltern nicht in der Lage sein, im eigenen Garten einen Baum zu pflanzen, sollte die Stadt dafür einen Standort anbieten. Was nicht ganz einfach zu managen sei. Dieser Antrag wurde von allen Mitgliedern des Krisenausschusses als "sehr schön" bewertet. Aber bevor dieser umgesetzt werde, soll die Stadtverwaltung klären, wie kosten- und arbeitsintensiv dieses Projekt sei.

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