Baustellenumleitung wird freigegeben

Hilpoltstein kippt Fahrverbot durch Hofstetten

Foto: Eduard Weigert Datum: 23.11.16..Mitarbeiterportrait....Harry Rödel
Harald Rödel

Roth-Hilpoltsteiner Volkszeitung/Schwabacher Tagblatt

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Künftig ein gewohntes Bild: Begegnungsverkehr auf der Umleitung Richtung Hofstetten und weiter ins Gewerbegebiet „Am Kränzleinsberg“, um von dort auf Höhe des Autohauses Hirscheider auf die Heidecker Straße zu gelangen.

Künftig ein gewohntes Bild: Begegnungsverkehr auf der Umleitung Richtung Hofstetten und weiter ins Gewerbegebiet „Am Kränzleinsberg“, um von dort auf Höhe des Autohauses Hirscheider auf die Heidecker Straße zu gelangen. © Tobias Tschapka, NN

Das Thema „Umleitung wegen der Baustelle am Kränzleinsberg“ erregte in den vergangenen Tagen vor allem die Gemüter der davon betroffenen Bürger, die, um nach Hilpoltstein zu gelangen, etliche Kilometer mehr und eine Viertelstunde mehr Fahrzeit auf sich nehmen mussten. „Natürlich sind wir erleichtert“, sagte Linda Schäff, einer der Organisatoren der Demonstration gegen die Umleitungsführung, die heute von 14.30 bis 16 Uhr auf dem Marktplatz stattfindet.

„Wir haben soviel Zeit in das Projekt investiert; jetzt wollen und können wir die Demonstration auch nicht mehr zurücknehmen, erklärte Linda Schäff, die mit ihrer Familie in Unterrödel lebt.

Zudem habe man nichts Schriftliches in der Hand, sei von der Stadt noch nicht informiert worden (Stand Redaktionsschluss am Mittwoch). Generell kritisierte sie, dass es an der Kommunikation zwischen der Stadt und den Betroffenen hapere. „Wir wissen gar nichts.“

Umleitung "funktioniert"

Unsere Zeitung hingegen schon, nachdem Bürgermeister Markus Mahl gestern am frühen Nachmittag zu einem Pressegespräch geladen hatte. Auf die Frage, ob diese Information zügig auf der Homepage bekannt gegeben wird, antwortete Mahl mit: „Nein“. Grund: Die Stadt wisse noch nicht exakt, ob sie die Gemeindeverbindungsstraße nach Hofstetten schon morgen für den (Umleitungs-)Verkehr frei gibt. Denn die neue Beschilderung werde einiges an Zeit in Anspruch nehmen.

Nach drei Tagen Umleitung könne man schon jetzt ein Fazit ziehen. Die Umleitung funktioniert; es gab bis dato keinerlei Staus. Mahl ist natürlich klar, dass „wir nicht alle zufrieden stellen können“. Insofern werde man sich nach „einer gewissen Zeit“ mit den zuständigen Stellen zusammen setzen und auch nach der Freigabe der Gemeindeverbindungsstraße ein Fazit ziehen.

Alternativen diskutiert

Grund für das Umdenken seien „die großen Bedenken, die aus Unterrödel, Seiboldsmühle oder Unterrödel gekommen sind“. Allerdings werde man sich nicht scheuen, Gegenmaßnahmen einzuleiten, sollte diese Umleitung nicht funktionieren. Für eine vernünftige Umleitung habe man in den vergangenen Tagen drei Alternativen diskutiert: . Ausnahmegenehmigungen für Hilpoltsteiner und Hofstettener erstellen: unrealistisch. Die Gemeindeverbindungsstraße Hofstetten - Pyras als Einbahnstraße führen: Ebenfalls nicht machbar, weil nicht nur Schulbusse auf diese Route angewiesen seien, sondern auch Rettungswagen.

Einen Buspendelverkehr von Unterrödel nach Hilpoltstein habe man auch wieder verworfen, erklärte der Bürgermeister, der aber auch unmissverständlich klar machte, dass die Initiative für diese Verkehrsführung nicht von Hofstetten ausgegangen sei. Auch nicht von Heideck oder Mindorf, betonte Mahl, der zudem die Kritik an der Umleitungsführung in den sozialen Medien „bodenlos“ fand.

„Um Dampf aus dem Kessel zu nehmen“, habe man sich schließlich zur Öffnung durchgerungen. Von Hofstetten aus wird der Umleitungsverkehr über das Gewerbegebiet und auf Höhe des Autohauses Hirscheider zur Heidecker Straße geführt.

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