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Hilpoltstein: So wird das Radeln leichter

Der Hilpoltsteiner Stadtrat will den Radverkehrsanteil am Gesamtverkehr von 20 auf 25 Prozent steigern. - 16.04.2021 16:57 Uhr

Auf dem Weg zu einer radfahrerfreundlichen Kommune muss die Stadt Hilpoltstein noch einige Steine aus dem Weg räumen. Zum Beispiel am Altstadtring, der für Radler und Autofahrer gleichermaßen gefährlich ist.

16.04.2021 © Foto: HiZ-Archiv/Tobias Tschapka


In der jüngsten Sitzung des Hilpoltsteiner Stadtrats in der Meckenhausener Mehrzweckhalle beschloss das Gremium, den Radverkehrsanteil an der Verkehrsmittelwahl von bisher 20 auf 25 Prozent zu steigern.

Als Zeitraum für diese Aufgabe nannte Bürgermeister Markus Mahl die nächsten "fünf bis sieben Jahre". Willensbekundungen wie die am Donnerstagabend seien auch hilfreich bei der geplanten Aufnahme in den Verein "Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Kommune in Bayern".


Update fürs Radeln in und um Hilpoltstein


Im Juli dieses Jahres stünde das Zertifizierungsverfahren zur fahrradfreundlichen Kommune an, weswegen man einen politischen Beschluss zu diesem Thema erlassen sollte. Denn das würde die Chancen für die Aufnahme in den Verein und die Auszeichnung zur fahrradfreundlichen Kommune fördern, berichtete Mahl aus der Sitzung.

Breiten Raum habe das Thema "Gefördertes Wohnen" eingenommen. Wozu ein Vertreter des Feuchter Architekturbüros Fischer "Planen und Bauen" den aktuellen Planungsstand präsentierte. Vor allem in punkto "Größe der Tiefgarage" habe es Gesprächsbedarf gegeben, erklärte Rathaus-Chef Mahl.

Nicht zuletzt wegen der Kosten. Rund neun Millionen Euro koste das Projekt im Baugebiet "Dorotheenhöhe". Wovon die Stadt zehn Prozent an Eigenanteil aufbringen müsste. 30 Prozent würden über einen Zuschuss abgedeckt und 60 Prozent müsste die Stadt noch über ein Darlehen beisteuern.

1,1 Millionen teurer

Wenn man jetzt eine komplette Tiefgarage bauen würde, und nicht wie vom Architekturbüro angeregt, eine "halbe", würden die Kosten um weitere 1,1 Millionen Euro hochschnellen – und damit auch der Anteil der Stadt. Für eine halbe Tiefgarage habe die Regierung von Mittelfranken durchaus Bereitschaft bei der Förderung signalisiert, sagte Bürgermeister Mahl.

Der eigentliche Stellplatzschlüssel sehe für Wohnungen über 50 Quadratmeter zwei Stellplätze vor. Allerdings, so Mahl, würde die Mehrheit für den bisherigen Schlüssel plädieren. Nun müssten das Planungsbüro und das Landratsamt klären, "wie und wo die Parkplätze" – auch außen – zu platzieren seien.

Ohne Gegenstimme wurde für den Bereich Lohbachstraße/Freystädter Straße der Erlass einer Veränderungssperre auf den Weg gebracht. Ebenso wie eine dafür notwendige Änderung des Flächennutzungsplans der Stadt Hilpoltstein.

Auch in der nächsten Sitzung des Stadtrats am Donnerstag, 6. Mai, wird der Stadtrat in voller Stärke tagen. Für einen Krisenausschuss, wie er einige Monate lang praktiziert wurde, habe sich keine Mehrheit gefunden.

"Einfach unverständlich"

Was Mahl akzeptiert, aber nicht versteht. "Mitten in der dritten Welle Sitzungen in voller Stärke abzuhalten", sei einfach unverständlich. Zumal zu erwarten ist, dass angesichts der dritten Corona-Welle die "Notbremse kommt" und damit die Kontakte noch einmal eingeschränkt werden. Im Mai oder Juni würden sowieso sogenannte Hybrid-Sitzungen stattfinden.

Dass der Stadtrat in absehbarer Zeit wieder in der Stadthalle tage, sei nicht nur wegen der Pandemie ausgeschlossen. Denn – wie mehrfach berichtet – entdeckte ein Hausmeister im Februar einen Riss in einem der tragenden Balken. Daraufhin wurde die Halle geschlossen und eine Untersuchung angestellt. Allerdings, so Mahl, gebe es noch keine Ergebnisse. Er gehe davon aus, dass man neben dem angeschlagenen Balken auch das Dach saniert. "Dann haben wir die nächsten 40, 50 Jahre Ruhe", betonte er.

hr

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