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Montag, 13.07.2020

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Hilpoltstein sucht den Star in Rosa

Seit kurzem sind die exotischen Rosenstare auf Stippvisite im Freistaat. Der LBV bittet um Meldung der in dieser Region seltenen Vögel. - 06.06.2020 12:00 Uhr

Im Gegensatz zu den heimischen Staren, die schwarz sind, unterscheiden sich ihre exotischen Artgenossen durch ein mit Rosa durchsetztes Gefieder. © Foto: H.-J. Fünfstück


Denn: Seit kurzem sind die exotischen Rosenstare auf Stippvisite im Freistaat, teilt Thomas Rödl vom Landesbund für Vogelschutz (LBV) in Hilpoltstein mit. Allein am 2. Juni seien fast 50 Exemplare über Deutschland gesichtet worden, der überwiegende Teil davon in Bayern.

Der letzte große Einflug nach Bayern fand 2008 statt, zuletzt wurden vor zwei Jahren einige der bunten Gäste gesehen. Der Rosenstar ist leicht an seiner namensgebenden rosa Gefiederfärbung zu erkennen und ein enger Verwandter des in Bayern heimischen Stars.

"Weil der rosafarbene Vogel nicht gern alleine unterwegs ist, lohnt sich derzeit ein genauer Blick auf Starenschwärme. Mit etwas Glück können im Schwarz der heimischen Stare auch Vögel mit rosafarbenen Flecken entdeckt werden", erklärt Rödl. Wer einen Rosenstar beobachtet, solle dies doch bitte dem LBV melden unter www.lbv.de/rosenstare.

Normalerweise brütet der Rosenstar in den Steppen, Halbwüsten und Wüsten Mittelasiens sowie Südosteuropas. Die Vögel kommen derzeit über Bulgarien und Ungarn nach Bayern. Sie ziehen dann über den Freistaat und Mittel-/Westeuropa Richtung Norden.

 

Nahrungsmangel ?

 

Der Besuch der Rosenstare sei wahrscheinlich einem vorübergehenden Nahrungsmangel in ihrem eigentlichen Brutgebiet geschuldet, heißt es.

Nur äußerst selten tauchen Rosenstare so weit westlich ihres eigentlichen Verbreitungsgebiets auf. Der Besuch werde deshalb wohl auch nicht lange dauern.

"Der Grund für die weite Reise während der Brutzeit ist noch nicht vollständig geklärt. Die weiträumigen Bewegungen der Rosenstare werden aber mit dem Vorkommen von Heuschreckenschwärmen in Verbindung gebracht, einer wichtigen Nahrungsquelle der Vögel", so der LBV-Artenschützer. Aktuell werden Naturfreunde besonders in der Nähe von Kirschbäumen oder an gemeinsamen Schlafplätzen fündig.

Die Unterscheidung der Stare ist dabei recht einfach: "Rosenstare sind an ihrem rosafarbenen Bauch, Rücken und Schnabel von unseren heimischen Staren zu unterscheiden, die überwiegend dunkel gefärbt sind, mit gelbem Schnabel."

hiz

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