Samstag, 21.09.2019

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ICE bei Roth gestrandet: Evakuierung dauerte Stunden

Passagiere brauchten in der Nacht auf Montag jede Menge Geduld - 19.08.2019 09:54 Uhr

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Unwetter: Hier wird ein gestrandeter ICE bei Roth evakuiert

Es war ein besonders schweres Unwetter, das am Sonntagabend die Region erfasste. Im Landkreis Roth entwurzelte der Wind einen Baum, der eine Oberleitung traf - und damit einen ICE bei Unterheckenhofen stranden ließ. Die Fahrgäste mussten stundenlang ausharren, ehe der Zug evakuiert wurde.


Das Unwetter von Sonntagabend brachte Orkanböen mit Windgeschwindigkeiten von über 100 Kilometern pro Stunde und jede Menge Niederschlag in die Region. Vielerorts stürzten Bäume auf Hausdächer, Straßen und Oberleitungen - letzteres sorgte auf vielen Streckenabschnitten der Bahn für große Probleme. Dem wohl größten Dilemma sahen sich rund 400 Reisende im ICE 709 von Hamburg über Augsburg nach München ausgesetzt, denn ihre Reise war am Abend jäh beendet: Zwischen Roth und Georgensgmünd fehlte wegen eines Baumes in der Oberleitung plötzlich der Strom, der Zug kam zum Erliegen und auch im Wageninneren fehlte fortan Elektrizität.

Das Problem dabei: Das Gelände rund um den betroffenen Streckenabschnitt war wegen der Sturmschäden "unwegsam", wie es ein Sprecher der Bundespolizei am Montagmorgen erklärte. Die Einsatzkräfte mussten sich zum Zug erst durchkämpfen, kamen daher mit großer Verzögerung am Ort des Geschehens an. Zudem habe es an Transportkapazitäten gemangelt, wie der Sprecher sagte. Es gab schlicht zu wenig Busse, um die Passagiere wegzubringen. Darum zog sich die Evakuierung des Zuges, die kurz vor Mitternacht eingeleitet worden war, bis etwa 3 Uhr nachts hin. Und beendet war die Odysee der Reisenden damit noch lange nicht: Die gestrandeten Fahrgäste wurden mit den Bussen nach Georgensgmünd gebracht, wo ein Ersatzzug nach Donauwörth wartete. Immerhin: Verletzt wurde niemand.

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Erst Starkregen, dann Regenbogen: Unwetter verwüstet Mittelfranken

Ein heftiges Unwetter ist am Sonntagabend über Mittelfranken hinweggezogen. Starkregen, Hagel und Sturmböen sorgten für erhebliche Schäden. Bäume stürzten auf Straßen und Oberleitungen. Nach bangen Minuten des Wartens kam plötzlich die Sonne heraus und sorgte für einen wunderschönen Regenbogen.


Wie die Deutsche Bahn mitteilt, steht der ICE noch immer im Gleis. Einsatzkräfte räumen noch immer Bäume von der Strecke, bevor diese Arbeiten abgeschlossen sind, kann sich der Zug nicht bewegen. Ob er dann abgeschleppt werden muss oder noch fahrfähig ist, "muss man dann sehen", so ein Sprecher auf nordbayern.de-Anfrage. Die Strecke ist weiterhin gesperrt.

+++ Alle Störungen auf den Bahnstrecken der Region lesen Sie in unserem Strecke-Ticker. +++


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