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Dienstag, 09.03.2021

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Impfen gegen Corona auch in Greding möglich

Das erste dezentrale Impfzentrum des Landkreises hat seine Arbeit aufgenommen. - 18.02.2021 06:00 Uhr

Die ältesten Mitbürgerinnen und Mitbürger der Stadt Greding und ihrer Ortsteile werden seit Aschermittwoch im dezentralen Impfzentrum gegen Corona geimpft.

17.02.2021 © Foto: Tobias Tschpaka


"Wir hatten zunächst an unsere Schule gedacht, aber da nicht klar ist, wie es mit dem Schulbetrieb weitergeht, kamen wir schnell auf das Vereinsheim, dass uns die Gredonia dankenswerterweise zur Verfügung gestellt hat", freut sich Bürgermeister Manfred Preischl.

Dort gebe es alles, was man braucht. Genügend Platz, Parkplätze vor der Tür, Sanitäreinrichtungen und Barrierefreiheit. Dass die südlichste, am weitesten vom Rother Impfzentrum entfernte Gemeinde ein eigenes Zentrum bekam, mache den Rathauschef "happy", wie er sagt. Denn gerade für die Älteren sei der damit verbundene kurze Weg zum Impfen eine große Erleichterung. Insgesamt 60 Impfdosen stünden an diesem Tag für über 80-Jährige zur Verfügung. "Mit den ersten Dosen versorgen wir in dieser ersten Runde zunächst einmal alle unsere Seniorinnen und Senioren bis zum Jahrgang 1933", betont Preischl.

18 Portionen am ersten Tag

18 Portionen des Impfstoffs wurden unmittelbar vor der Inbetriebnahme des Impfzentrums von der vom Landkreis beauftragten Firma "Vitolus", die auch die Impfungen im Gredionaheim durchführt, im Gredinger Altersheim verimpft. "Wir haben vorab alle 448 unserer über 80-jährigen Mitbürgerinnen und Mitbürger angeschrieben, mit einer positiven Rückmeldequote von 85 Prozent", so Preischl.

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Eine vorherige Online-Registration seitens der Impfwilligen war nicht nötig. Von denjenigen Menschen, die nicht mehr transportfähig sind, wurde eine Liste erstellt, die dem Impfpersonal von "Vitolus" übergeben wurde. Es wird dann ein individueller Termin ausgemacht.


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Im Gredoniaheim gibt es zwei Impfkabinen, so dass im Viertelstundentakt jeweils zwei Menschen geimpft werden können. Um halb zwölf sollte es losgehen, aber die ersten kamen sogar ein bisschen früher. Sollte jemand seine FFP-Maske vergessen haben, standen auch für diesen Fall welche bereit, "aus dem vom Freistaat Bayern finanzierten Topf für die pflegenden Angehörigen", so Gredings geschäftsführender Beamter Michael Pfeiffer.

Besuch vom Landrat

Auch Landrat Herbert Eckstein schaute im Gredinger Impfzentrum vorbei und verschaffte sich ein Bild von der Lage. Die erste Impfdosis erhielt die 97-jährige Katharina Sedlmeier aus Esselberg. Begleitet wurde die Rollstuhlfahrerin unter anderem von ihrer Schwiegertochter Agnes, die sich freut, dass es quasi vor Ort die Möglichkeit zum Impfen gibt – allein wegen des schwierigen Transports.

Nach dem kleinen Piks blieb die frisch Geimpfte, die wie alle anderen auch vorab von dem Vitolus-Impfarzt über die Prozedur und mögliche Impfreaktionen und Nebenwirkungen aufgeklärt wurde, noch rund zehn Minuten zur Beobachtung im Impfzentrum.

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"Meine Schwiegermutter hatte noch nie was gegen das Impfen, und scheint es wunderbar überstanden zu haben", sagt Agnes Sedlmeier. "Ich arbeite selbst in der Pflege, und weiß, wie schnell das Virus irgendwo hineingetragen werden kann. Jetzt können auch die Enkel und Urenkel ihre Oma wieder gefahrlos besuchen."


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Inzwischen waren auch schon die nächsten Seniorinnen und Senioren gekommen. Nach den üblichen Formalitäten begaben auch sie sich in eine der beiden Kabinen.

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"Für den Fall, dass jemand von den Angemeldeten heute doch nicht kommen sollte, haben wir auch noch ein paar Nachrückern Bescheid gegeben, dass sie vielleicht heute noch drankommen", sagte der Bürgermeister. Bei Michael Pfeiffer und Anita Steinmetz von der Stadtverwaltung bedankte er sich, sie haben in Absprache mit Landrats- und Gesundheitsamt das Gredinger Impfzentrum organisiert.

Jetzt hoffen alle, dass es möglichst bald Nachschub in Sachen Impfstoff gibt. Ein Termin dafür steht allerdings noch nicht fest.

 

TOBIAS TSCHAPKA

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