Freitag, 21.02.2020

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Keime: Verunreinigtes Trinkwasser am Klinikum Roth

Belastung bei Trinkwasserproben entdeckt - Patienten sind nicht gefährdet - 01.07.2019 15:43 Uhr

Das Trinkwasser der Kreisklinik Roth ist mit einer Verunreinigung belastet. Eine Gefährung der Patienten, Besucher und Mitarbeitenden wird ausgeschlossen. © Tobias Tschapka


In der Kreisklinik Roth wurde bei den regelmäßigen monatlichen Trinkwasserproben Ende März eine Belastung des Trinkwassers durch coliforme Keime (Klebsiella) in einer sehr niedrigen Konzentration festgestellt.

"Aufgrund der ausgesprochen niedrigen Belastung des Wassers mit den genannten Keimen, hat es zu keinem Zeitpunkt eine Gefährdung der Patienten, Besucher und Mitarbeitenden gegeben", erklärten dazu auf Nachfrage die Hygieniker der Kreisklinik, der Ärztlichen Leiter der Kreisklinik Roth, die klinikeigenen Hygienefachkräfte sowie das Gesundheitsamt Roth.

Ein akkreditiertes Trinkwasserlabor hatte bei seiner regelmäßigen Untersuchung von Wasserproben auf Gesamtkeimzahl sowie coliforme Keime sowie E. coli die Verunreinigung erkannt.

Keine Trinkbrunnen auf den Stationen

Da eine weitere Vermehrung der Bakterien nicht ausgeschlossen werden kann, wurden eine Reihe von Maßnahmen in Absprache mit Aufsichtsbehörden strikt umgesetzt. Als Sofortmaßnahme wurde am 26. Juni von der Hygienekommission (Ärztlicher Leiter, Hygieniker, Hygienefachkräfte und weitere Mitglieder der KH-Leitung) der Kreisklinik Roth folgende Maßnahmen beschlossen: Schließung und Zurückbau der Trinkbrunnen auf allen Stationen.

Ausstattung der Wasserentnahmestellen (in den Patientenbereichen, Stationszimmern, Patientenzimmer sowie Küche) mit endständigen Wasserfiltern. Die Keime werden damit sicher herausgefiltert.

Kurzfristig wird eine Desinfektion des gesamten Trinkwasserleitungsnetzes in der Kreisklinik durchgeführt.

Ein Planungsbüro wird beauftragt, dies mit einem geeigneten und vom Gesundheitsamt genehmigten Verfahren umzusetzen. Wissen muss man zudem, dass die meisten Wasserleitungen der Kreisklinik inzwischen sowie die gesamte Klinik, bereits mehr als 30 Jahre alt sind.

Damals wurden verzinkte Stahlrohre verbaut, die zu Ablagerungen an den Innenseiten und damit zu einer Querschnittsverringerung mit teilweise geringeren Durchlaufmengen neigen. Spülungen mit hoher Temperatur um das Leitungsnetz zu desinfizieren sind nicht mehr möglich, die Leitungen würden beschädigt und unter Umständen die gesamte Wasserversorgung der Klinik gefährden

rhv

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