Kläranlage Eysölden: Schlechter Boden lässt Kosten explodieren

17.3.2016, 18:07 Uhr
In den 1970er Jahren ging die Eysöldener Kläranlage in Betrieb. Nun soll sie saniert werden. Doch angesichts der hohen Kosten trat der Marktgemeinderat auf die Bremse.

© F.: Archiv/wi In den 1970er Jahren ging die Eysöldener Kläranlage in Betrieb. Nun soll sie saniert werden. Doch angesichts der hohen Kosten trat der Marktgemeinderat auf die Bremse.

Der schlechte Baugrund ist eine der Ursachen für den immensen Unterschied zwischen den Kosten, die im vergangenen Juni beim Vorentwurf für die Sanierung genannt wurden, und denen, die nun mit dem Entwurf auf dem Tisch lagen. 1,95 Millionen Euro sollten die Arbeiten noch vor neun Monaten kosten, nun war von 2,54 Millionen Euro die Rede.

Eine Entwicklung, die Bürgermeister Georg Küttinger nach eigener Aussage „mehr als entsetzt“. Die Studien seien das Papier nicht wert, auf dem sie geschrieben sind, schimpfte er, gab aber gleichzeitig zu, dass er auch nicht wüsste, „wo jetzt Kosten gespart werden könnten“.

 

Doch so einfach wollte der Marktgemeinderat die Kostenexplosion nicht hinnehmen. Nicht nur Bürgermeister Georg Küttinger zeigte sich recht erbost, auch CSU-Sprecher Michael Kreichauf zum Beispiel, der selbst aus Eysölden kommt, versichert, dass diese Summe „nicht hinnehmbar“ sei. Denn wie solle man den Bürgern, die an den Kosten beteiligt werden, erklären, dass sie plötzlich noch viel mehr zahlen müssen?

Der Marktgemeinderat wollte am Dienstagabend noch nichts entscheiden. Quer durch die Fraktionen waren sich alle einig, die Informationen erst mal verarbeiten zu müssen. Außerdem, so der Tenor, müsste auch mit den betroffenen Bürgern über die Entwicklung geredet werden.

Im April steht das Thema erneut auf der Tagesordnung.

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