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Montag, 25.01.2021

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Kolpings große Fußstapfen

Zum Gedenktag rief Pfarrer Wenzel dazu auf, dem Beispiel des gelernten Schusters und studierten Pfarrers zu folgen. - 01.12.2020 19:00 Uhr

Die geehrten langjährigen Mitglieder der Kolpingsfamilie Allersberg zusammen mit den Bannern, Vorsitzenden Alexander Schmidt sowie Präses Peter Wenzel und dem kirchlichen Dienst.

01.12.2020 © Foto: Reinhold Mücke


Der Kolpinggedenktag, der um den Todestag von Adolph Kolping am 4. Dezember begangen wird, fand in der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt statt. Pfarrer Peter Wenzel erinnerte dabei an den Kolpinggedenktag vor einem Jahr, wo man während der adventlichen Feier gemütlich im Kolpinghaus beisammen saß und niemand daran gedacht hatte, dass heuer plötzlich alles völlig anders sein könnte.

Im gemeinsamen Gebet um die Fürsprache des seligen Adolph Kolping und auch um die Heiligsprechung Kolpings feierten die Mitglieder und Freunde der Kolpingsfamilie diesen Tag in der Kirche. Dabei hob Pfarrer Wenzel zu Beginn seiner Predigt einen Schuh hoch und nahm damit Bezug auf das Leben Adolph Kolpings, der das Schusterhandwerk erlernt und als Schustergeselle tätig war, ehe er sich dem Priesterstudium widmete und Priester wurde.

Adolph Kolping habe große Fußspuren hinterlassen, sagte der Präses und nahm damit auch Bezug auf die derzeit vom Kolpingwerk initiierte Schuhaktion "Mein Schuh tut gut", bei der gebrauchte Schuhe gesammelt werden, die noch bis 13. Dezember im Carport im Kaplansgarten am Hinteren Markt abgegeben werden können. Für diesen Zweck könnten auch gebrauchte Schuhe noch sehr wertvoll sein, so Pfarrer Wenzel.

Es gebe viele unterschiedliche Schuhe, für die verschiedensten Anlässe, so unterschiedlich wie auch die Aufgaben seien, die im Leben auf jeden Einzelnen zukommen. Vieles sei in diesem Jahr der Corona-Pandemie ausgefallen, was vor allem für Alleinstehende sehr einschneidend sei und um die sich auch die Kolpingmitglieder, Kolpingsöhne und Kolpingtöchter kümmern müssten. So wie ein Kolpingsohn auch für andere einstehen und sich einsetzen müsse, auch für solche Mitmenschen, die im täglichen Leben und bei den verschiedenen Situationen im Beruf oder auch in der Gesellschaft oftmals ausgebremst werden.

Die Schuhe von Adolph Kolping seien für uns viel zu groß, sagte Pfarrer Wenzel, aber man wolle und solle trotzdem in seine Fußstapfen treten, um Gottes Spuren auch bei den Mitmenschen zu hinterlassen: Spuren der Liebe, Spuren der Barmherzigkeit, Spuren der Geborgenheit. Der Präses ging auch auf den 1. Advent näher ein als den Beginn des Kirchenjahres und sprach die Bitte aus, dass der selige Adolph Kolping alle durch das neue Kirchenjahr kraftvoll begleiten möge.

Ehrung der Jubilare

Zum Schluss des Gottesdienstes, der für alle lebenden und verstorbenen Mitglieder und Freunde der Kolpingsfamilie sowie für die Präsides gefeiert wurde, ehrte Vorsitzender Alexander Schmidt zusammen mit Präses Peter Wenzel zahlreiche Personen für langjährige Mitgliedschaft. Dabei wurde für 25-jährige Treue Elisabeth Kobras ausgezeichnet. Für 40 Jahre Mitgliedschaft wurden folgende Personen geehrt: Oswald Pfahler, Robert Heinloth, Werner Schöll, Petra Knautz, Martin Klose, Stefan Herzog, Wolfgang Gmelch, Lothar Gmelch, Thomas Gerner, Robert Distler und Josef Distler. Für 50 Jahre Treue zu Adolph Kolping und seinem Werk wurden Helmut Schneider und Manfred Meyer ausgezeichnet, während Josef Haußner für 60 Jahre Mitgliedschaft und Josef Reichmeyer gar für 65 Jahre geehrt wurden.

REINHOLD MÜCKE

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