Donnerstag, 21.11.2019

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Kritik an Edelhäußer: Hallenbad-Diskussion sorgt für Zündstoff

Edlehäußers Vorgänger stößt sich an Äußerungen - 19.10.2019 06:02 Uhr

Wenn der Rother Stadtrat der Empfehlung des Bauausschusses folgt, dann ist ein Hallenbad für Roth vielleicht bald nicht mehr nur Wunschdenken. © Michael Matejka


Wenn der Rother Stadtrat der Empfehlung des Bauausschusses folgt, dann ist ein Hallenbad für Roth vielleicht nicht länger ein Traum, der bisher immer wieder wie eine Seifenblase zerplatzt ist. Denn im Ausschuss wünscht man sich mehrheitlich, dass eine Machbarkeitsstudie Standorte und Kosten für Investition und Unterhalt prüft. Doch Aussagen des Bürgermeisters über die Geschichte des Bäderwunsches sorgen für Widerspruch. Und zwar von seinem Vorgänger.

Richard Erdmann, Bürgermeister von Roth bis 2011, ärgert sich. Denn vor dem Bauausschuss hat sein Nachfolger Edelhäußer die bisherigen Machbarkeitsstudien in Sachen Hallenbad so zusammengefasst, dass es damals "noch gar nicht um Geld gegangen" sei, dass die Stadt mit den Plänen "noch nie" so weit war "wie jetzt" und dass eine erste Studie wegen der Verkehrsanbindung "stillschweigend versumpft" sei.

Kosten wurden sehr wohl untersucht

Erdmann dagegen erinnert sich an zwei Gutachten, die sehr wohl die Kosten untersucht hätten. In einer ersten Studie im Jahr 2008 sei sowohl ein 25-Meter-Becken mit Kleinkind-Bereich als auch ein 50-Meter-Becken Inhalt der Untersuchung gewesen.

Die Stadtwerke seien bereit gewesen, das Bad zu betreiben. Aber weder die Investitions- noch die jährliche Unterhaltskosten von etwa 800 000 Euro bis 1,2 Millionen Euro hätten die Stadtwerke berappen wollen, die hätte die Stadt Roth schultern müssen. "Daraufhin hat der Kämmerer vorsichtig gesagt, dass wir die Grundsteuer dann um 125 Prozent erhöhen müssten", berichtet Erdmann. Bedingung für ein Hallenbad sei aber, "dass die Stadt und die Bürger sich das Bad leisten können".


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Ein zweiter Versuch habe sich mit einer Traglufthalle über dem Freibad befasst. Auch da seien die Kosten eruiert worden – und für viel zu teuer befunden worden. Und das Wasserwirtschaftsamt habe eine Variante abgelehnt, weil die im Überschwemmungsgebiet unterhalb der Allersberger Straße gedacht gewesen sei.

"Es entspricht also einfach nicht der Wahrheit, dass es noch nicht ums Geld gegangen ist oder Studien versumpft sind", betont Erdmann.

Nebenbei erinnert er daran, dass der jetzige Bürgermeister auch damals schon im Stadtrat war, sich also an die Diskussionen erinnern müsste.

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