10°

Sonntag, 18.04.2021

|

Landkreis Roth: Zeichen gegen die Einsamkeit

Der harte Lockdown und die Kollateralschäden: Menschen ohne Familie trifft es besonders hart. - 14.12.2020 19:00 Uhr

Wie gerne hätte das Team „Weihnachten gemeinsam“ wieder ein Treffen organisiert. Jetzt muss man sich mit Appellen behelfen.

14.12.2020 © Foto: Jeanette Dietl/Shutterstock.com


Zum Aktionskreis gehören neben Vertreterinnen des Landratsamtes, die Stadt Roth, Kirchengemeinden und Einrichtungen der offenen Behindertenarbeit. Vor fünf Jahren haben sie gemeinsam den Versuch einer für alle offenen Weihnachtfeier am Heiligen Abend gestartet. "Wir kannten alle Menschen, die an Weihnachten niemanden haben, mit dem sie gemeinsam feiern wollen oder können." Aus kleinen Anfängen ist mit Unterstützung vieler helfender Hände und großzügiger Sponsoren eine offene Feier gewachsen, die Jahr für Jahr viele Menschen glücklich gemacht hat. Auch dieses Jahr hätte man sich wieder für das Festmenü in den Ratsstuben anmelden können. Auch heuer wäre die Nachfrage wahrscheinlich wieder so groß gewesen, dass man sich über zusätzliche Plätze hätte Gedanken machen müssen. Hätte. Doch schon im Sommer war klar, dass das mit Corona gar nicht geht. Weder in der gewohnten, noch in irgendeiner anderen Form.

Wer schon vor Corona allein war, der wird es jetzt erst recht sein – das ist die Sorge, die das Team von "Weihnachten gemeinsam" umtreibt. Deshalb bitten sie alle, sich im eigenen Umfeld umzusehen und Menschen, die zurückgezogen und alleine leben, kleine Zeichen der Verbundenheit zu senden: Eine Karte im Briefkasten, eine Kerze, ein Stern oder ein paar Plätzchen auf der Fußmatte oder der Fensterbank, ein unerwarteter Anruf an den Feiertagen. Kleine Gesten des Trostes und ein Signal, dass jeder und jede von irgendjemandem gesehen wird. Auch wenn Krankheit, Lebenssituation oder schlicht eine Quarantäne-Anordnung den direkten Kontakt zu anderen Menschen verhindern.

 


Harter Lockdown: Diese Regeln sollen ab Mittwoch in Bayern gelten


Wenn Weihnachten zur Krise zu werden droht, helfen Ansprechpartner an Beratungstelefonen weiter. Die Telefonseelsorge ist unter den zentralen Telefonnummern (08 00) 11 10 111 und 11 10 222 an allen Feiertagen rund um die Uhr erreichbar. Es gibt auch ein Online-Angebot. Unter https://online.telefonseelsorge.de findet man ein offenes Ohr per Mail oder in der Chat-Funktion. Bei psychischen Notlagen hilft der Krisendienst Mittelfranken weiter, der an 365 Tagen von 9 bis 24 Uhr unter der Nummer (09 11) 42 48 550 zu erreichen ist.

sgr

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus: Roth, Hilpoltstein, Hilpoltstein