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Dienstag, 17.09.2019

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Mit 100 Metern Vorsprung in die 2. Bundesliga

Triathleten der TSG 08 Roth gewinnen in Beilngries das Duell mit dem ESV Ingolstadt um den Aufstieg. Zweite Mannschaft der Rother rückt als Bayernliga-Zweiter in die Regionalliga nach. - 18.08.2019 20:16 Uhr

Das war der Moment, als die TSG an den Ingolstädtern vorbeizog und die Stimmung in den Aufstiegsmodus wechselte. © Foto: Guntram Rudolph


Wie berichtet, war beim Sprint in Beilngries (750 m Schwimmen, 21,5 Kilometer auf dem Rad und fünf Kilometer Laufen) die Zeit des vierten Teamkollegen ausschlaggebend für die Platzierung der Mannschaft. Als solcher hatte Jeremias Gerner 11,5 Sekunden Vorsprung vor dem Ingolstädter Sebastian Mahr.

Extreme Probleme am Rad

Alexander Richter war beim Schwimmen der Rother Leader. In der ersten Disziplin stark verbessert, stieg er als elfter Athlet aus dem Wasser. Seine Teamkollegen kamen fast zeitgleich in die ersten Wechselzone. Ab da lief es für die TSG absolut nicht mehr nach Plan.

Simon Luff, der nach einer guten Vorbereitungsphase als Zugpferd im Wettkampf galt, kämpfte vom ersten Rad-Kilometer an mit extremen Problemen. Es sollte einfach nicht sein Tag sein, und so entschieden Peter Luff und Alexander Richter, die Taktik über Bord zu werfen. Johannes Loos, der mit einem Fersensporn nicht als Läufer eingeplant war, musste nun wohl oder übel in den sauren Apfel beißen und bekam die Ansage von Peter Luff und Richter, nach dem Radfahren doch in die Laufschuhe steigen zu müssen. Simon Luff hatte man bereits abgeschrieben. Die ersten drei Kilometer am Rad, welche stetig mit sieben bis acht Prozent Anstieg aus dem Altmühltal herausführten, bekamen Jeremias Gerner ebenfalls nicht gut. So kämpfte auch er mit starken Problemen zu Beginn und man sah die Ingolstädter wortwörtlich am Horizont enteilen. Doch Gerner gab sich nicht auf, zog den Anstieg über dem eigenen Limit durch und versteckte sich danach im Windschatten der anderen, um Kräfte zu sparen.

Dank starker Radleistungen von Richter, Luff und Loos fuhr man letztendlich wieder an die große Radgruppe heran, in der sich auch die Ingolstädter mit ihrem vierten Mann befanden. Nach den aufwühlenden, ersten Schockmomenten rollte man nun zusammen mit der Gruppe in die zweite Wechselzone. In die Laufschuhe ging man als vierte Mannschaft.

Die Anfangspace wurde von Richter schnell gedrosselt. Man wollte sich die Kräfte gut einteilen und nicht gleich völlig überziehen. Peter Luff erkannte, dass Ingolstadt als Team sehr langsam lief, die anderen Starter bemerkten dies ebenfalls und so schöpfte man wieder neuen Mut. Nach einem Kilometer übernahm die TSG zum ersten Mal die Führung und schob sich gemeinsam an Ingolstadt vorbei. Mental war man jetzt bereit zum Triumph über die Oberbayern. So stellte auch der beim Laufen schwächelnde Gerner kein Problem mehr dar – er wurde einfach gnadenlos am Startnummernband gezogen und geschoben. Streckenweise fiel das Tempo unter den 3:30-Schnitt. Das reichte trotzdem aus, um den knappen Vorsprung von 100 Metern vor Ingolstadt ins Ziel zu retten.

LaCarrera vor Schongau

Dass sich das LaCarrera TriTeam und die Schongauer auf Platz eins und zwei befanden, war für die TSG irrelevant. Man hatte Ingolstadt geschlagen und sich somit den Titel "Bayerischer Mannschaftsmeister Triathlon" gesichert, was gleichzeitig das Aufstiegsrecht in die zweite Triathlon Bundesliga bedeutet.

Nach acht Monaten Schinderei im Training und völliger Fokussierung auf dieses Ziel fiel den Startern mehr als ein Stein vom Herzen. Allen voran bedankte sich Teamchef Thomas Fischer bei Peter und Simon Luff sowie Alexander Richter, die mit fünf Starts in fünf Rennen den wohl größten Anteil am Erfolg haben. Jeremias Gerner, der mit drei Starts überzeugt hat, Enrico Thomae und Manuel Langlotz mit je zwei und Phillip Christl sowie Marcus Schattner mit jeweils einem Start komplettieren das Regionalliga-Aufgebot der TSG. 

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