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Samstag, 20.07.2019

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Neue Räume für Hilpoltsteiner Tafel

Das neue Domizil in der St. Jakob Straße ist gut zu erreichen und ausreichend groß. - 19.06.2019 16:30 Uhr

Heinz Ripka vor dem neuen Domizil der Hilpoltsteiner Tafel beim Awo-Kompetenzzentrum in der St. Jakob-Straße. Der Eingang befindet sich in der angrenzenden Drei-Eichen-Straße. Geöffnet hat die Lebensmittelausgabe mittwochs ab 14 Uhr. © Foto: Hilpoltsteiner Tafel


Die Hilpoltsteiner Tafel ist auf der Suche nach neuen Räumen fündig geworden. Ab 1. Juli hat die karitative Organisation Räumlichkeiten am Rückgebäude des AWO-Kompetenzzentrums in der St. Jakob-Straße 12 gemietet. Der Eingang ist in der Drei-Eichen-Straße.

Wie berichtet, muss die Hilpoltsteiner Außenstelle der Rother Tafel ihr Domizil im Rotkreuz-Haus am Eisvogelweg verlassen. Grund: Das Rote Kreuz will umbauen und benötigt die Räume selbst. Bis Mitte des Jahres blieb der Tafel Zeit, ein neues Zuhause zu finden. Was ja auch klappte.

"Seit 2010 waren wir im Eisvogelweg und das BRK war stets sehr kooperativ", schwärmt Heinz Ripka. Die Unterkunft lag zentral und weit genug weg von Wohnbebauung. Dennoch sei die Ausgabestelle für Lebensmittel von der Innenstadt aus leicht zu erreichen gewesen, sagt der Chef der Hilpoltsteiner Tafel.

Anonymität wahren

Nach wie vor würden sich Kunden schämen, dass sie von der Tafel Lebensmittel und Hygiene-Artikel beziehen. Insofern sei es gut, dass sich die Ausgabestelle nicht auf dem Präsentierteller befinde. Die Hemmschwelle, die Dienste der Ehrenamtler in Anspruch zu nehmen, sei noch immer sehr groß. So würden oft Hilpoltsteiner zur Tafel nach Roth fahren, und umgekehrt, um die Anonymität zu wahren, erzählt Ripka.

Die Tafel nahm ihre Arbeit in Hilpoltstein übrigens 2008 auf. Zwei Jahre lang waren die Ehrenamtler im evangelischen Gemeindehaus aktiv, bevor sie 2010 ins BRK-Gebäude zogen.

"Wir haben eine Küche, größere Lagerräume für länger haltende Lebensmittel sowie einen Saal zur Warenausgabe", zeigt sich Ripka zufrieden mit dem neuen Domizil, von dessen Verfügbarkeit er vor sechs Wochen erfahren habe und das um die 40 Bedürftige versorgen wird. Der Großteil der Kunden seien in Hilpoltstein alleinstehende Rentner; in Roth hingegen kämen sehr viele Frauen zur Tafel", erklärt Ripka.

Alternativ habe Brauereibesitzerin Marlies Bernreuther die leer stehende Gaststätte im Hilpoltsteiner Fürstenhof angeboten. "Ein sehr soziales Angebot", betont Ripka, aber auch hier wäre die Ausgabestelle der Tafel zu zentral gelegen. Zu den Modalitäten: In der Regel müssten die Kunden einen kleinen Unkostenbeitrag von "einem bis drei Euro" zahlen, dafür erhalten sie Waren im Wert von etwa 30 Euro, erzählt Ripka.

Mittlerweile haben sich die Tafeln in Roth und Hilpoltstein einen festen Kern an Lieferanten erarbeitet: Penny, Netto, Aldi, die Bäckereien Brandmeyr, Schmidkunz und der Heidecker Großbäcker Schmidt; aber auch Netto in Heideck, Rewe und Norma in Thalmässing sowie Lidl, Aldi und die Agip-Tankstelle in Roth.

Und die Lebensmittel scheinen der Tafel nicht auszugehen. Beim Gespräch in unserer Redaktion berichtete Ripka von einem Sattelzug voller Pudding, der in Feucht aufs Entladen wartet. Allerdings werden mit diesen Gaben auch andere Tafeln bedacht.

Auf jeden Fall ist Ripka glücklich, dass der Standortwechsel so schnell über die Bühne gegangen ist und die Tafel nun einen unbegrenzten Mietvertrag hat – genauso wie die Zentrale in Roth, die ab Juli an Samstagen Waren ab 14 Uhr ausgibt. In Hilpoltstein können Bedürftige mittwochs ab 14 Uhr zur Tafel gehen. 

HARRY RÖDEL

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