Mehrere Abschnitte

Neuer Abenteuerspielplatz auf der Dorotheenhöhe

22.11.2021, 06:00 Uhr
So soll der Spielplatz auf der Dorotheenhöhe einmal aussehen.

So soll der Spielplatz auf der Dorotheenhöhe einmal aussehen. © Skizze: Büro Riede/Nürnberg

Wenn es ums Geld geht, ist es besser, auch löbliche Projekte wie das geförderte Wohnbau-Projekt auf der Dorotheenhöhe in Hilpoltstein nicht vorschnell zu verwirklichen. Deshalb wurden aufgrund ungeklärter Förderfragen entsprechende Beschlüsse bei der jüngsten Stadtratssitzung in der Meckenhausener Mehrzweckhalle kurzerhand vertagt.

Etwas weiter kam man dann bei der Bauausschusssitzung. Dabei ging es nicht um die Sozialwohnungen, sondern um einen Spielplatz, der dort entstehen soll. Vom Rat abgesegnet, wird das Vorhaben in mehreren Teilabschnitten realisiert. Nacheinander will man einen Naturspielplatz mit Kletteranlage, eine Freispielfläche und eine Ballspielfläche gestalten. Wie alles einmal aussehen soll, zeigte eine Entwurfsplanung des beauftragten Landschaftsarchitekturbüro Riede aus Nürnberg. Einstimmig billigte das Gremium die Planung und beauftragte die Verwaltung, die Umsetzung in die Wege zu leiten.

Noch mehr Zuschüsse möglich?

Beim geförderten Wohnungsbau selbst musste der Stadtrat kurz zuvor jedoch auf die Bremse treten. Denn eigentlich hätte er über die Werk- und Detailplanungen schon beraten sollen. Sie beinhalten auch alternative Vorschläge, die speziell die Nachhaltigkeit etwa durch die Verwendung von Baustoffen wie Holz in den Blick nehmen. Doch so weit kam es nicht. Denn derzeit prüft die Stadtverwaltung noch, ob bei dem Projekt neben dem kommunalen Wohnraumförderprogramm noch weitere Fördermöglichkeiten zum Tragen kommen könnten. Da eine solche gesicherte Kostenbasis dem Stadtrat für nun nicht vorlag, wurden auch die Beschlüsse dazu vertagt. Was aber nichts am bereits im September getroffenen Beschluss ändert, das Projekt grundsätzlich zu verwirklichen, um bezahlbaren Wohnraum zu schaffen.

Schon im Februar 2019 hatte das Gremium ein europaweites Vergabeverfahren beschlossen. In dessen Vorgriff gab man eine Wohnraum-Konzeptstudie für das entsprechende Grundstück in Auftrag, die im Juli 2019 gebilligt wurde. Vor gut einem Jahr konnten die Büros beauftragt werden wie etwa das Architekturbüro Fischer Planen + Bauen aus Feucht.

Doch keine neuen Kredite

Auch beim Radverkehrskonzept für die Heidecker Straße kam der Bauausschuss nicht weiter: Das Ingenieurbüro Brenner aus Aalen hatte es erstellt, und der Stadtrat hatte ihm bereits zugestimmt. Nun wollte bei der Ausschusssitzung das Ingenieurbüro Stauffer-Abraham aus Wendelstein die Entwurfsplanung vorstellen, was aber nicht möglich war. Denn dazu wäre im Vorfeld noch ein Termin mit dem Staatlichen Bauamt für Abstimmungen im Detail nötig gewesen. Der aber hatte nicht stattgefunden. Geplant ist jedenfalls, die entsprechenden Antragsunterlagen für die Aufnahme ins Sonderförderprogramm "Stadt und Land" noch in diesem Jahr einzureichen und die Maßnahme im kommenden Jahr nach dem Challenge Triathlon zu beginnen.

In der Stadtratssitzung hatte Kämmerer Klaus Waldmüller eine gute Nachricht im Gepäck. Die Stadt werde nämlich – anders als ursprünglich im Haushalt eingeplant – keine neuen Kredite aufnehmen müssen. Und das aus zwei Gründen: Zum einen sprudeln die Steuereinnahmen stärker als erhofft und spülen so 850.000 Euro mehr in den Stadtsäckel als veranschlagt. Auf der Ausgabenseite wiederum wird der Rahmen für Investitionen nicht ausgeschöpft.