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Donnerstag, 09.07.2020

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Nicht auf Draht: In Roth gehen die Uhren anders

Das technische Missgeschick am Willy-Supf-Platz soll schnell behoben werden - 24.06.2020 18:10 Uhr

In Roth ist es nicht fünf vor zwölf, sondern zehn vor sieben - und das schon seit Wochen. © privat, Iris Schneider


Dass die Uhren in Roth anders gehen oder dass die Stadt womöglich nicht ganz auf der Höhe der Zeit ist, das unkt mancher Einwohner schon länger. "Roth ist tot" ist ja das inoffizielle und wenig optimistische Motto der Stadt.

Den Beweis für diese Hypothese liefert jetzt die Uhr am Altstandrand, dort wo der Willy-Supf-Platz auf die Bahnhofstraße trifft. Unsere Leserin Iris Schneider jedenfalls hat uns mitgeteilt, dass die Uhr stehen geblieben ist. In Roth sei es demnach nicht fünf vor zwölf, sondern zehn vor sieben, meint Schneider. Und das auch schon seit mehreren Wochen.

Jetzt könnte man einwenden: Halb so wild, die angezeigte Uhrzeit stimmt ja immerhin zwei Mal am Tag. Und außerdem hat heute eh jeder eine Uhr im Handy dabei. Doch das Ausmaß des Dramas am Straßenrand ist in Wirklichkeit doch ziemlich beträchtlich. Denn wir haben bei der Besitzerin der Uhr nachgefragt, der Firma Ströer Deutsche Städte Medien GmbH in Köln.

Besser mit Draht

Dort teilte man uns die vermutliche U(h)rsache für die stehenden Zeiger mit: Wahrscheinlich, meinte eine Sprecherin der Unternehmens, hat die Uhr am Rand der Rother Altstadt den Funkkontakt zur zentralen Mutteruhr verloren, von der sie ihr Zeitsignal bekommt.

Den Kontakt zur Mutter zu verlieren, das ist schon schlimm. Aber Rettung naht: "Wir werden die Uhr so schnell wie möglich reparieren", verspricht die Firma Ströer. Spätestens dann, wenn sich die Zeiger eines Tages wieder drehen, ist Roth wieder auf der Höhe der Zeit angekommen.

Mit Blick auf das tatsächliche Stadtmotto "Voll auf Draht" hätten wir dann nur noch einen Tipp für die Firma Ströer parat: Mit einer Draht- statt einer Funkverbindung zur zentralen Mutteruhr wäre das Missgeschick wohl nicht passiert ...

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