Ostern mit Corona: Polizei und Ranger sehen genau hin

3.4.2021, 11:45 Uhr
Schon Ende Februar lockte die Sonne viele Ausflügler zum Rothsee, hier die Straße über den Damm. Während andernorts Besucherströme gelenkt werden sollen, glaubt man im Seenland gut gerüstet zu sein und setzt auf die Vernunft der Bürger.

Schon Ende Februar lockte die Sonne viele Ausflügler zum Rothsee, hier die Straße über den Damm. Während andernorts Besucherströme gelenkt werden sollen, glaubt man im Seenland gut gerüstet zu sein und setzt auf die Vernunft der Bürger. © Foto: Tobias Tschapka

Zwar befürwortet Bayerns Innenminister Joachim Herrmann, wenn Treffen vor allem draußen stattfinden. Schließlich ist dort das Infektionsrisiko geringer. Gleichzeitig hat Herrmann jedoch angekündigt, sehr genau hinzuschauen, in diesem Fall werden das zusätzliche Polizeistreifen und die Bereitschaftspolizei übernehmen.

Man müsse nicht dahin gehen, wo schon Hunderte sind, so Herrmann. Das trifft die Linie des Tourismusverbandes Naturparks Altmühltal. Dort plant man ein Besuchermanagement. Zum einen bitten der Tourismusverband und die Naturpark-Ranger, an den Ostertagen besonders beliebte Ziele zu meiden. Zum anderen wurde mit der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) Altmühl-Jura, ein Teil des Gebietszusammenschlusses ist auch Greding, ein Besucherlenkungskonzept ausgearbeitet.


Am Brombachsee sind Überwacher im Einsatz


Bei der Ausflugsplanung im Internet – hier wird auch auf "Geheimtipps" hingewiesen, soll schon angezeigt werden, wenn ein Wunschziel sehr gut besucht ist. Vor Ort weißen QR-Codes auf Ausweichziele hin, auch die Naturpark- Ranger sind eingebunden. Auch im Fränkischen Seenland sind an den Osterfeiertagen mehr Ausflügler zu erwarten, es gehört schließlich zu den beliebtesten Zielen; seit Kurzem ist auch der Katamaran wieder aus dem Winterschlaf erwacht. Gerade erst wechselte der Zweckverband Brombachsee den Sicherheitsdienst.

Das bisherige Unternehmen konnte nicht genug Falschparker ermahnen, nun übernimmt der Zweckverband Kommunale Verkehrssicherheit Oberpfalz, er soll aber neben der Parksituation auch die anderen Verhaltensregeln im Blick haben. Die Ordnungsdienste sind Sache der einzelnen Zweckverbände. Darüber hinaus plant der Tourismusverband jedoch kein Besucherlenkungskonzept wie das Altmühltal. Schon länger wird im Internet auf Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung abseits der Seen hingewiesen (Tipps in der Region auf der Seenland-Homepage).

"Das wird ausreichend sein"

Karolin Hofmann, stellvertretende Geschäftsführerin des Tourismusverbandes, rechnet zudem eher nicht mit einem großen Ansturm über die Osterfeiertage. Anders als im Sommer, als es vor allem in Ramsberg an einigen Tagen zu chaotischen Szenen an den Parkplätzen kam. "Das Seenland ist so weitläufig", sagt sie, da könnten sich die Ausflügler gut verteilen und eben andere Parkplätze ansteuern. Sie rechnet zwar mit mehr Polizeistreifen, insgesamt würde das alles aber ausreichend sein. Auf der anderen Seite müsse man im Hinblick auf die Situation im Sommer noch Gespräche führen.


Wo will das Fränkische Seenland hin?


Nun sind Ausflüge und Spaziergänge ja nicht verboten. Auch Herrmann machte klar, dass es einen Unterschied mache, ob sich eine Gruppe treffe oder man sich um Abstand bemühe. Gleichzeitig soll die Polizei maßvoll vorgehen und eher nochmal auf die Regeln hinweisen als ein Bußgeld zu verhängen. Mit Abstand könne man "auch gemeinsam mit guten Freunden unterwegs sein", so der Innenminister.

Hier wird also auf Vernunft gesetzt. Wie auch am Rothsee. Dort werde es über die Ostertage keine besonderen Maßnahmen geben, heißt es aus dem Landratsamt. "Wir setzen auf die Vernunft der Bürgerinnen und Bürger", so Pressesprecherin Andrea Raithel. "Die Erfahrungen sind da sehr gut."

Keine Kommentare