Provisorium wird zur Dauereinrichtung

10.2.2017, 17:14 Uhr
Schäden, Fugen, Wellen: Die Brückensanierung an der Friedrich-Wambsganz-Straße ist beschlossene Sache, die Ampel soll bleiben.

© Foto: Bittner Schäden, Fugen, Wellen: Die Brückensanierung an der Friedrich-Wambsganz-Straße ist beschlossene Sache, die Ampel soll bleiben.

Rund 400 000 Euro für das Reparieren der Brücke – „das hört sich erstmal teuer an, aber es gibt Sinn, weil die Brücke sonst in 20 bis 30 Jahren für 2,5 Millionen komplett saniert werden müsste.“ Planer Marco Satzinger vom Spalter Ingenieurbüro Klos erklärte den Mitgliedern des Bauausschusses, wo es überall knirscht in, an und auf der 36 Jahre alten Brücke. Schäden am Übergang von Straßen- zu Brückenasphalt, offene Fugen, Wellen im Belag, ein zu niedriges Geländer oder marode Sandsteinverblendungen.Neu kam hinzu, dass die bisher provisorische Fußgängerampel, die neben der Brücke das Freizeitbad mit Kaufland verbindet, im Zuge der Bauarbeiten zu einer festen Ampelanlage gemacht werden soll.

Die Kosten dafür liegen bei 35 000 Euro, und laut Peter Lux vom Tiefbauamt sind sie gerechtfertigt, weil die provisorische Ampel in dem einen Jahr ihres Bestehens 45 881 Mal gedrückt worden ist – das bedeutet 3800 Mal im Monat oder 130 Mal pro Tag! Also soll mit der Brückensanierung aus der vorübergehend aufgestellten Fußgängerampel eine festinstallierte werden.

Die Arbeiten an Brücke und Ampel will der Planer in zwei Teile gliedern: eine Hälfte ab April vor dem Challenge, die andere danach bis Oktober – noch in diesem Jahr natürlich. Während der Sanierung müsse das Stück der Friedrich-Wambsganz-Straße für den Verkehr allerdings komplett gesperrt werden.

Eine halbseitige Öffnung, wie sie Stadtbaumeisterin Lydia Kartmann im vergangenen Jahr noch gefordert hatte, sei nicht möglich. Für Fußgänger aber, so der Planer, sei immer eine Seite offen. Der Planung zuzustimmen und den Auftrag an das Spalter Ingenieurbüro Klos zu vergeben, empfahl der Bauausschuss dem Stadtrat dann einstimmig.

Überlegt wird im Zuge der Arbeiten auch, wie der ungeordnete Hol- und Bringverkehr rund um das Freizeitbad verhindert werden kann. Laut Falko Fabianek (Freie Wähler) bleiben nämlich Autos von Müttern, die ihre Kinder dort abliefern oder abholen, „mitten auf der Straße stehen“. Auch das Überqueren der Straße abseits der Fußgängerampel müsse – eventuell mit Hilfe einer Absperrung oder Gabionenwand – ein Ende haben. Denn da werde, so Fabianek, „kriminell über die Straße gerannt“.

Stadtbaumeisterin Kartmann sicherte zu, sich des Problems anzunehmen. Und notierte einen Hinweis von Elisabeth Bieber (FW): Eltern könnten ihre Kinder doch an der oberen Mühle aus dem Auto aussteigen lassen, „dann können sie bequem und sicher zum Bad laufen“.

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