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Samstag, 28.11.2020

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Raiffeisenbank Roth-Schwabach: Großes Aufgebot bei Verabschiedung

Eine legere Party in Zeiten von Corona - 20.09.2020 07:56 Uhr

Entspanntes Entgegennehmen der Würdigungen: Es ging sehr leger zu bei der Abschiedsfeier von Uwe Feser (re.) und Erwin Grassl (Mi.). Links Grassls Nachfolger im Raiba-Vorstand Richard Oppelt.

18.09.2020 © Foto: Robert Gerner


Der eine hat die Raiffeisenbank Roth-Schwabach 42 Jahre lang im operativen Geschäft geprägt. Der andere gehörte 15 Jahre lang dem Aufsichtsrat an, elf Jahre davon führte er das Kontrollgremium.

Jetzt ist für den stellvertretenden Raiba-Vorstand Erwin Grassl und für Uwe Feser aber Schluss. Zu ihrem Abschied schmiss Vorstandsvorsitzender Dr. Carsten Krauß eine legere Party, soweit das in Corona-Zeiten halt möglich ist.

Im Rednitzhembacher Gemeindezentrum hatte die Bank für die zwei führenden Köpfe und rund 100 Gäste festlich aufdecken lassen. Ein Teil des Programms, zu dem unter anderem Entertainer Bernd Händel und das vierköpfige Saxofon-Quartett "HotSaxClub" ihr Scherflein beitrugen, ging aber gut belüftet draußen, auf dem Vorplatz, über die Bühne.

Dort würdigten Landrat Herbert Eckstein, Schwabachs Oberbürgermeister Peter Reiß, der Rother Bürgermeister Ralph Edelhäußer und Dr. Andreas Martin, Vorstandsmitglied des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken, Feser und Grassl in höchsten Tönen.

Sieht man mal von den vier musikalischen Frauen am Saxofon ab (eine davon ist verdeckt), gab es bei der Abschiedsfeier für Erwin Grassl und Uwe Feser einen ganz schönen Männer-Überschuss. Trotzdem war das Ambiente auf dem Vorplatz des Gemeindezentrums natürlich sehr einladend. Und gut durchgelüftet ist dort in Corona-Zeiten auch.

18.09.2020 © Foto: Robert Gerner


Alle Welt spreche von Digitalisierung. "Aber Erwin Grassl hat sich vor allem immer um das Personal gekümmert. Das ist für eine Bank elementar. Denn Menschen haben es hier immer noch mit Menschen zu tun", so Martin.

Besonders erfolgreich

In mindestens einem Fall hat Grassl sein Personal besonders gut entwickelt. Vor ziemlich genau 30 Jahren unterschrieb er nämlich den Arbeitsvertrag für einen jungen Lehrling namens Richard Oppelt aus Prünst bei Rohr.

Oppelt blieb der Raiffeisenbank immer treu, studierte berufsbegleitend, arbeitete lange Zeit in Roth, wechselte mit dem Neubau des Raiba-Towers nach Schwabach – und wurde im April in den Vorstand berufen. Er ist damit Nachfolger seines Lehrmeisters.

Kontinuität

Kontinuität wird bei der Raiffeisenbank auch im Aufsichtsrat großgeschrieben. 15 Jahre lang gehörte Uwe Feser, der Chef der gleichnamigen Autohaus-Gruppe, diesem Kontrollgremium an, davon elf Jahre als Aufsichtsratschef. Im Juni hatte er bei der Vertreterversammlung nicht mehr kandidiert, weil er mehr Zeit für die Familie haben will – und für seine Uwe-Feser-Kinderstiftung. Sein Nachfolger ist der Bauunternehmer Marc Pröchel.

Uwe Feser habe nicht nur bei der Raiffeisenbank Spuren hinterlassen, sagte der Schwabacher OB Peter Reiß. Er habe Schwabach wirtschaftlich und karitativ vorangebracht und sei für die Stadt regelrecht Stadtbild prägend. Und er sei ein Beispiel dafür, so ergänzte Landrat Herbert Eckstein, dass sich wirtschaftlicher Erfolg und ein guter, bodenständiger Charakter nicht ausschließen müssten. Dafür zog er auch vor Uwe Fesers Vater Udo, der ebenfalls bei der Abschiedsfeier dabei war, symbolisch den Hut.

Dauerkarte

Natürlich gab es viele Geschenke und gute Wünsche. OB Reiß hatte vergoldete Ginkgo-Blätter mitgebracht, Herbert Eckstein zumindest für Erwin Grassl eine lebenslang gültige Dauerkarte für den Landkreis-Seniorenfasching.

Und Andreas Martin, einer der führenden Genossenschaftsbanker der Republik, versprach: "Wir werden weiter hart arbeiten, dass ihre Rente immer pünktlich auf dem Konto ist".

ROBERT GERNER

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