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Rathaus-Chef tauschte Dienstwagen gegen einen Tesla Roadster

Energiebündel Roth-Schwabach stellte die Alltagstauglichkeit eines Elektroautos unter Beweis - 02.05.2011 16:32 Uhr

Eine Dienstfahrt der besonderen Art unternahm Bürgermeister Ralph Edelhäußer mit dem sportlichen Elektroauto namens Tesla Roadster. © Gsänger


Bei so einem Juwel geriet auch der Rad fahrende Bürgermeister ins Schwärmen. Erst recht, als er mit den technischen Daten des Elektrofahrzeugs vertraut gemacht wurde. Der Tesla als Dienstfahrzeug? Leider nein, schmunzelte Edelhäußer hinterher. Die etwas andere Dienstfahrt mit dem Sportwagen hatte ein anderes, ein umweltpolitisches Ziel. Das Energiebündel Roth-Schwabach wollte damit die Alltagstauglichkeit von Elektroautos vorstellen.

„Rund-ums-Elektro-Rad“ und die Elektromobilität  hieß es zur Saisoneröffnung im Rother Freizeitbad (beheizt auf 25,4 Grad) bei den Stadtwerken Roth. Die Umwelt schonen und trotzdem mobil sein — so das Credo der Stadtwerke, das den Bürgern an einzelnen Ständen vermittelt werden sollte. Ziel ist es, auf Elektromobilität umzurüsten, um den CO2-Ausstoß zu minimieren und so die Umwelt zu schützen. Und die Stadtwerke gehen mit gutem Beispiel voran: So stehen den Mitarbeitern für Dienstfahrten zwei Elektrofahrräder und ein E-Roller zur Verfügung.

Zahlreiche interessierte Bürger nahmen an der Eröffnung der 1. Stromtankstelle der Stadtwerke Roth am Freizeitbad teil. Dort können Kunden der Stadtwerke ihre E-Bikes ab sofort aufladen.

Das Energiebündel Roth-Schwabach nutzte diese Gelegenheit, um auch zwei reine Elektroautos vorzustellen: Besagten Sportwagen „Tesla-Roadster“ sowie den „Mitsubishi i-MiE“". Beide Autos sind mit rund 3,50 Euro an Stromkosten auf 100 Kilometer zufrieden. Für den Vorsitzenden Werner Emmer und Hermann Lorenz ist E-Mobilität nicht Zukunftsmusik, sondern Gegenwart. „Wer beispielsweise noch Solarzellen auf dem Garagendach hat und mit Solarstrom sein Fahrzeug betankt, der spart nicht nur Geld, sondern schont auch die Umwelt“, sagt Lorenz.

Insgesamt verfolgt der überparteiliche Verein das Ziel, dass sich der Landkreis bis 2030 zu 100 Prozent mit Energie aus Sonne, Wind oder Biomasse selbst versorgen kann. Als weiterer guter Ansatz in der Region wird deshalb das Engagement der Stadtwerke Roth mit der Stromtankstelle gesehen. „Erneuerbare Energien sind für saubere, preiswerte und sichere Stromversorgung von Kommunen, Unternehmen und privaten Haushalten geworden“, betont Lorenz. Auch auf dem Verkehrssektor würden Wind-, Solar- und Bioenergie künftig eine zentrale Rolle spielen. „Fakt ist, dass der weltweite Individualverkehr noch von der Zufuhr endlicher Rohstoffe abhängt. Davon müssen wir wegkommen. Ebenso von Atomstrom.“

dg

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