Rock hinter der Burg macht ein Jahr Pause

27.7.2020, 16:33 Uhr
Die Organisatoren sagen das Festival „Rock hinter Burg“ für heuer ab, nächstes Jahr wird es in unverändertem Aufgebot am Burganger wieder laut.

Die Organisatoren sagen das Festival „Rock hinter Burg“ für heuer ab, nächstes Jahr wird es in unverändertem Aufgebot am Burganger wieder laut. © Archivfoto: Tobias Tschapka

Zwar hatte auch Markus Mahl als Bürgermeister Daniel Fürnkäß und Dominik Jüllig (Sprecher Arbeitskreis Jugend) klargemacht, dass er das Rockfestival heuer nicht genehmigen werde – auch die anderen städtischen Veranstaltungen wie die Summer-End-Party oder HipLive wurden abgesagt. Doch großen Groll hegen Fürnkäß und Jüllig deswegen nicht. "Wir machen da keine Vorwürfe", sagt Jüllig. Bei den derzeit gültigen Corona-Auflagen werfen sie von sich aus das Handtuch.

Zwar wäre "Rock hinter der Burg" grundsätzlich möglich gewesen, die Organisatoren hatten sogar ein eigenes Hygienekonzept auf der Basis der Vorschriften des Freistaates erarbeitet.

Doch das bedeutete Zäune um das Festivalgelände am Burganger, Ticketverkauf mit Speicherung der Kontaktdaten, sogar die Bands selbst hätten mit Mundschutz auf der Bühne spielen und singen müssen, das Publikum hätte von Sitzplätzen aus zuhören können. Aufstehen wäre möglich, dann aber mit Mundschutz – ob damit die Atmosphäre eines Rockkonzertes möglich wäre, bezweifelt Jüllig. Auch die meisten der vier bereits gebuchten Bands hatten unter diesen Bedingungen keine große Lust auf das vorletzte Augustwochenende. Gerade heuer war das Line-up recht hart und laut, eher nichts zum sitzen und schunkeln.

Viel weniger Besucher

"75 bis 100 Besucher", schätzt Fürnkäß, wären wegen der Hygienevorschriften wohl möglich gewesen, im vergangenen Jahr kamen 600. Fünf Privatpersonen, die Rock hinter der Burg möglich machen, hätten nun einen ungleich höheren Aufwand gehabt. Gleichzeitig wäre unsicher gewesen, wie viele Rockfans wegen Corona tatsächlich gekommen wären. Dann lieber nicht. "Schade", sagen Fürnkäß und Jüllig.

Auch einen Livestream, über den die Organisatoren zwischenzeitlich nachgedacht hatten, wird es nicht geben. "Musik gehört unserer Meinung nach live gespielt", sagen sie. Es wäre auch nur eine Band interessiert gewesen. Wie das Thalmässinger Music Adventure soll das Festival auf nächsten Jahr verschoben werden. Dann am 21. August. Die vier Bands – Stop Inside, Yellowcakes, Spitefuel und Stinger – haben bereits zugesagt.

Natürlich muss abgewartet werden, wie dann die Situation ist. Doch die Veranstaltung an sich sehen Fürnkäß und Jüllig nicht in Gefahr. Schon vor fünf Jahren hatte Rock hinter der Burg pausiert, war dafür zwei Jahre später Jugendkulturpreisträger geworden.

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