Mittwoch, 21.04.2021

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Roth: "Zeughausstüberl" in neuem Glanz

Sanierungsarbeiten abgeschlossen. Versammlungsräume für örtliche Vereine. - 11.10.2020 18:07 Uhr

Architekt Helmut Rester, Thomas Juraschek vom städtischen Bauamt und Bürgermeister Ralph Edelhäußer (v. l.) bei der Einweihung des „Zeughausstüberl“.

11.10.2020 © Foto: Yevheniia Frömter


Weit über drei Jahre wurde daran gearbeitet, aus dem "hässlichen Entlein" einen Schwan zu machen. Die Umsetzung sei schwierig gewesen, fasste Rester zusammen. Dabei seien aber keine Steuergelder verschwendet worden. Dennoch mussten gut 1,12 Millionen Euro investiert werden. Ein Abriss sei für Edelhäußer nie ein Thema gewesen. Zwar stünde das "Zeughausstüberl" nicht unter Denkmalschutz, doch für die Stadtspitze stand bereits beim Erwerb fest, das Gebäude sei ein erhaltungswürdiges Ensemble. Dabei erklärte Bürgermeister Edelhäußer, die Stadt könne nicht immer nur von Hauseigentümern Sanierungsmaßnahmen erwarten: "Wir wollten mit gutem Beispiel vorangehen."

Viele "Rother Geschichten" seien mit dem "Zeughausstüberl" verbunden. Liebespaare hätten sich dort kennengelernt und so mancher Rother habe dort seine erste türkische Pizza gegessen. Das ansehnliche Eckhaus verfügt nun über einen barrierefreien Bürgertreff mit Sanitäranlagen und Küche. In den beiden Obergeschossen hat das Bauamt neue Büros bezogen. Gut 240 Quadratmeter Nutzfläche sind nun verfügbar.

Diese modern ausgestatteten Räumlichkeiten können auf Wunsch von gemeinnützigen Vereinigungen für Veranstaltungen oder Sitzungen angemietet werden: "Und das ab sofort und kostenlos", warb Edelhäußer. Rund 170 Vereine seien in Roth ansässig: "Nicht jeder hat verfügbare Räumlichkeiten. Diese Lücke soll mit unserem Bürgertreff nun geschlossen werden."

Bereits in wenigen Tagen würden die ersten Vereine das Angebot nutzen wollen. Bestuhlung, Gläserausstattung, Beamer, Klimaanlage und Internetzugang sind nur einige wenige Zusatzleistungen, die von der Stadt Roth zur Verfügung gestellt werden. Die reine Nutzfläche für Veranstaltungen beläuft sich auf 70 Quadratmeter, bei einer Personenhöchstzahl von 48 Personen.

Im Beisein von Stadtratsmitgliedern und etlichen Gästen gaben die Pfarrer Joachim Klenk und Christian Konecny ihren "ökonomischen Segen", ehe der Haustürschlüssel symbolisch überreicht wurde. "Ich hoffe, dass unsere Vereine das Angebot reichlich in Anspruch nehmen werden", so Edelhäußer. Das städtebauliche Vorzeigeprojekt wurde im Rahmen der Altstadtsanierung übrigens mit gut 270 000 Euro aus der Städtebauförderung unterstützt.

MARCO FRÖMTER

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