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Dienstag, 22.09.2020

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Rother Awo-Sozialzentrum wird zum Mehrgenerationenhaus

Kinderhort zieht in 44 Jahre altes Haus ein - 08.08.2020 15:00 Uhr

Architekt Michael Gsänger, Hochbauamt-Chef Stefan Hofmann, Bürgermeister Ralph Edelhäußer, Ortsvereins-Vorsitzender Sven Ehrhardt und die Kleinen packten an (v.li.).

© Foto: Tobias Tschapka


Sven Ehrhardt, Vorsitzender des AWO-Ortsvereins Roth, blickte in seiner Ansprache auf die 44-jährige Geschichte des Ernst-Rossmeissl-Sozialzentrums zurück, und freute sich, dass mit der Schaffung der Krippenplätze nun ein "echtes Mehrgenerationenhaus" entstehen werde.

Seit Schaffung der Begegnungsstätte im Jahr 1976 war die Rother Awo auch sozialunternehmerisch aktiv geworden und übernahm nach und nach die Trägerschaft verschiedener professioneller Einrichtungen der Kinderbetreuung sowie für Menschen mit besonderem Unterstützungsbedarf. "Mit dem Umbau unseres Sozialzentrums und der Einrichtung einer Kinderkrippe durch die Stadt Roth wächst ein Stück weit zusammen, was zusammengehört", so Ehrhardt.

Denn Haupt- und Ehrenamt, Kinder, Mitarbeiter und Senioren seien künftig unter einem Dach vereint, freute sich der Vorsitzende. Gleichwohl: Erfahrungen in der Kinderbetreuung wurden hier bereits gesammelt. Während der Erweiterung des Awo-Waldwichtel-Kindergartens in der Waldstraße wurde hier nämlich provisorisch eine 14-köpfige Gruppe betreut.

Anhand eines Plans erläuterte Ehrhardt schließlich den Umbau: Im Erdgeschoss und in Teilen des Unter- wie Obergeschosses soll die Krippe Raum zur Entfaltung finden. Die Verwaltung wird im Obergeschoss angesiedelt, der Sozialpsychiatrische Dienst, der bislang seine Arbeit dort versah, zieht ab Herbst in die Drahtziehertraße zu "Auf Draht" um. Im Souterrain errichtet der Ortsverein – auch gefördert von der Stadt Roth – eine moderne und barrierefreie Begegnungsstätte, die mit einem eigenen Zugang samt Rollstuhlaufzug erreichbar sein wird.

Begegnungsstätte für alle

Die Räume stünden demnächst allen Gruppen der Awo, und gegen geringes Entgelt "gerne auch anderen Vereinen und Institutionen aus Roth offen", betont Ehrhardt. Er dankte sowohl dem Awo-Team als auch der Stadt Roth, die die Umbau-Kosten zu 100 Prozent trage.

"Ich bin mir sicher, dass unser langjähriger Vorstand Ernst Rossmeissl stolz auf dieses Projekt wäre", glaubte Ehrhardt. "Denn der Einsatz für Schwächere, Kinder und Senioren war seine soziale Mission. Diesem Ansinnen in ’seinem’ Haus Raum zu geben, hätte ihm sicherlich gefallen und hilft uns, sein Lebenswerk lebendig zu halten."

"Besser geht's nicht"

Davon war auch Roths Bürgermeister Ralph Edelhäußer überzeugt: "Rossmeissl hätte es sicherlich gerne gesehen, wie sich die Awo weiterentwickelt hat." Auch er sprach von einer "Win-win-Situation" für alle Beteiligten. "Nach wie vor hat Roth einen großen Bedarf an Kinderbetreuungsplätzen – und die hier neu geschaffenen 24 hätten wir nie zu den gleichen Kosten mit einem Neubau realisieren können. Von der Suche nach einer geeigneten Fläche ganz zu schweigen." Mit dem Umbau des Bestandsgebäudes würde man also mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen. "Besser geht´s nicht", so der Rathaus-Chef.

Anschließend erfolgte der symbolische erste Spatenstich, an dem sich auch die anwesenden Kinder mit ihren kleinen Plastikschaufeln beteiligten. Wenn alles nach Plan verläuft, wird im September 2021 Einweihung gefeiert.

TOBIAS TSCHAPKA

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